Spiel eins nach Wimmer-Abschied: "War eine überraschende Situation"
Dieser Trainerwechsel sorgte für Aufsehen: Michael Wimmer zog einen Posten als Co-Trainer in der 2. Bundesliga seinem Job als Cheftrainer von Jahn Regensburg vor. Dadurch ergibt sich erneut die Chance für Munier Raychouni als Interimscoach, der das wichtige Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken (Samstag, 14 Uhr) vorbereiten wird.
"Schon wieder gute Energie bekommen"
Kellerkracher in Saarbrücken! Der SSV Jahn Regensburg kann einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen, wenn die Jahnelf den direkten Konkurrenten auf Distanz hält. Ausgerechnet jetzt hat sich der Cheftrainer aus dem Staub gemacht. "Natürlich war das für uns alle eine überraschende Situation", erklärte Co-Trainer Munier Raychouni im Vereinsgespräch über den plötzlichen Wechsel von Michael Wimmer zu Holstein Kiel. Zumal der Jahn-Coach dort nicht einmal in der Hauptverantwortung sein wird. "Das ist nicht so einfach, weil wir uns sehr gut verstanden haben und ein gutes Trainerteam waren", fand Raychouni.
Doch es hilft nichts. Wimmer ist weg, und der bisherige Assistent übernimmt einmal mehr die Rolle als Interimscoach. Ein gutes Omen? Fehlte Wimmer gesperrt oder war krank, übernahm Raychouni – und siegte. Dreimal war das bislang der Fall. "Wir haben dann auch gleich am selben Tag das Training gehabt und haben da schon wieder eine gute Energie auf den Platz bekommen. Jetzt gilt einfach der volle Fokus auf dem kommenden Spiel", so der 39-Jährige, der aufgrund der fehlenden Lizenz zum Fußballlehrer vorerst nur für zwei Partien übernehmen darf. Das Trainerteam rückt eng zusammen. "Wir kennen uns und jeder weiß, wie die anderen ticken. Ich denke, dass wir das auf dem Trainingsplatz deswegen sehr gut hinbekommen."
"Projekt, dass wir weiterführen wollen"
Personell muss Raychouni auf Julian Pollersbeck, Robin Ziegele (individuelles Training) und Jakob Seibold (Schulterverletzung) verzichten. Eine Rückkehr von Lucas Hermes könnte möglich sein, während hinter Benedikt Saller noch aufgrund von Rückenschmerzen ein Fragezeichen stand. Wie geht es nun spielerisch ohne Wimmer weiter? "Grundsätzlich ist es so, dass wir natürlich alles, was vorher passiert war, in sehr, sehr vielen Stunden, an sehr vielen Tagen und Wochen im Büro besprochen haben und immer intensiv miteinander alles Taktische erarbeitet haben", erklärte Raychouni. Entsprechend wurde die bisherige Spielidee vom Co-Trainer mitentwickelt.
"Demzufolge ist das natürlich ein Projekt, dass wir weiterführen wollen. Wir sind davon überzeugt und haben auch gute Spiele gemacht in den letzten Partien. Jetzt gilt es, das noch einmal weiter zu verfeinern und eigene Ideen mit einzubringen", fasste der 39-Jährige zusammen, dass er die Chance als Interimscoach nutzen will. Die Herangehensweise wird sich dementsprechend nicht großartig verändern, die emotionale Lage bei der Jahnelf wird etwas verändert sein. "Es geht jetzt einfach darum, dass wir Schritt für Schritt vorankommen und den Fokus auf das Spiel legen, die Emotion ins Spiel übertragen und nicht etwas zu verändern, was unnötig ist." Wird der FCS auf Distanz gehalten, hätte die Jahnelf schon viel erreicht.