So will Hansa-Trainer Baumann den Erfolg zurückbringen

Nach der anhaltenden sportlichen Misere (17 Punkte, vorletzter Tabellenplatz) trennte sich der F.C. Hansa Rostock nach 20 Spieltagen von Peter Vollmann. Dessen Nachfolger, Karsten Baumann, wurde am Dienstag offiziell vorgestellt. Der 45-Jährige, der in der abgelaufenen Saison noch den MSV Duisburg betreute, hatte sich in seiner freien Zeit intensiv mit der Dritten Liga beschäftigt. Deshalb wusste er, auf welche schwierige Aufgabe er sich einlässt. Bei der bisherigen Analyse der Kogge-Mannschaft fiel ihm auf, dass die Spieler vor allem ein mentales Problem haben: "Der Mannschaft fehlt gerade der Mut, bei Rückstand richtig dagegenzuhalten und das Spiel noch drehen zu wollen. Das ist eine mentale Sache und da werde ich versuchen anzusetzen. Ich glaube, dass man den Spielern die Angst vor dem Verlieren nehmen muss. Durch viele Gespräche muss man sie auf das Gewinnen positiver einstimmen", so Baumann, der als Coach von Rot-Weiß Erfurt, Duisburg und dem VfL Osnabrück bei 124 Drittliga-Partien an der Seitenlinie stand.

Baumann: 38 Gegentore sind eindeutig zu viel

Zudem musste Baumann feststellen, dass die Defensive der Norddeutschen zu anfällig ist. "Es ist zwingend notwendig, dass wir in unserem Spiel eine gute Ordnung haben. Wir müssen versuchen, Gegentore zu vermeiden – 38 (mit Regensburg die meisten, Anm. d. Red) sind eindeutig zu viel. Ich bin der Meinung, dass man mit einer stabilisierten Defensive Sicherheit gewinnt und auch besser nach vorne spielen kann, wenn man hinten sicher steht." Mit 27 erzielten Toren liegt Hansa im Mittelfeld der Liga, hat jedoch bewiesen, dass die nötige Offensiv-Kraft vorhanden ist. Gegen Münster, Regensburg, Bielefeld und Stuttgart II gab es jeweils vier Tore zu bejubeln. "Und das werde ich versuchen, wieder heraus zu kitzeln und die Spieler daran zu erinnern", erklärte der gebürtige Oldenburger seine ersten Handlungen als neuer Hansa-Trainer. Wie viel seiner Spielphilosophie er den Spielern in kurzer Zeit vermitteln kann, zeigt sich am Samstag beim Gastspiel in Erfurt – der ersten Trainerstation Baumanns.

 

   
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