So findet der SC Preußen Münster den Weg aus der Krise

Für den SC Preußen Münster läuft die aktuelle Saison absolut nicht in die Richtung, in die man vor der Spielzeit geplant hatte. Noch vor gut fünf Monaten verpassten die Westfalen denkbar knapp den Sprung in die 2. Bundesliga und gingen, auch dank einiger namhafter Verstärkungen, als einer der Favoriten im Aufstiegskampf in die Saison 2013/2014. Doch nach acht Spielen spricht die Tabelle eine andere Sprache. Der 17. Platz, grade so vor den Abstiegsrängen, den Trainer entlassen, Rot-Sperren durch Unsportlichkeiten und pure Verunsicherung – das ist der aktuelle Stand in Münster. An dieser Stelle führt liga3-online.de fünf verschiedene Wege auf, die einzeln, oder zusammen, den Weg der Adlerträger aus der Misere ermöglichen könnten.

Der neue Trainer Ralf Loose

Klar, ein Trainerwechsel kann immer einen enormen Schub für eine Mannschaft bringen. So oft ist es schon passiert, dass eine verunsicherte Mannschaft durch den Austausch des Trainers plötzlich wieder erfolgreich wird und das vielmals, obwohl der neue Mann an der Seitenlinie gar nicht viel ändert. Prominentestes Beispiel ist aktuell wohl der VfB Stuttgart. Auch in Münster ist dieser Effekt möglich. Wenn sich die von Ex-Trainer Dotchev angemahnte Lustlosigkeit innerhalb des Teams wieder in Kampfgeist umwandelt, sind die Preußen äußerst konkurrenzfähig.

Zurück zur "Null"

Auf den ersten Blick fällt es natürlich sofort ins Auge. Die Defensive der Preußen ist nur noch ein Schatten derer aus der letzten Saison und das, obwohl das Personal exakt dasselbe geblieben ist. Aber 17 Gegentore in acht Spielen sind einfach zu viel, um in der Tabelle weiter oben zu stehen. Die Offensive ist mit 14 Treffern gar nicht so schlecht in Form. Wenn also das Abwehrzentrum vor Torwart Daniel Masuch wieder zu gewohnter Sicherheit zurückfindet, werden automatisch wieder Erfolge zu verbuchen sein.

Abschaffen der "Star-Allüren"

Einigen Spielern der Westfalen schien in den vergangen Wochen der Ernst der Lage nicht ganz bewusst gewesen zu sein. Auch Ex-Trainer Pavel Dotchev monierte beispielsweise bei Spielern wie Mehmet Kara und Benjamin Siegert, dass sie ab und an mit zu wenig Engagement und Willen beim Training und beim Spiel im Einsatz wären. Auch die völlig unnötige rote Karte für Amaury Bischoff in der Partie gegen die U23 des VfB Stuttgart zeigte eine solche Einstellung. Mit Kampf und Willen erreicht man eben mehr als mit "Schönspielerei", zumindest in der 3.Liga.

Die Heimstärke wiederfinden

In der letzten Saison graute es den Mannschaften, wenn sie den Weg ins Preußenstadion antreten mussten. Keines der Spitzenteams konnte hier etwas mitnehmen, im Gegenteil. Karlsruhe, Bielefeld und Osnabrück mussten dort böse Niederlagen einstecken, wenn das Stadion am Berg Fidel zum Hexenkessel wurde. Doch mit den nun ausbleibenden Ergebnissen lichtet sich auch das Zuschaueraufkommen im Stadion. Wenn Fans und Mannschaft allerdings wieder voll zusammenstehen, wird es den Spielern immer noch ein paar Prozent mehr abverlangen und sie können noch weitere Wege gehen!

Bewusstsein schaffen: Qualität ist vorhanden

Hängende Köpfe waren nach den letzten Partien ganz deutlich zu erkennen. Egal ob Kühne, Masuch, Piossek, Manno oder Taylor, wirklich zuversichtlich wirkten die Spieler nicht. Doch wenn sie an die vergangene Saison zurückdenken, wird man unweigerlich feststellen, dass alle Spieler im Kader der Grün-Schwarzen um den Aufstieg mitgespielt haben. Dieses Selbstvertrauen aus der Zeit muss den Spielern wieder zurückgegeben werden. Denn dann greifen Automatismen wieder ineinander und das Spiel fällt leichter.

Fazit: Es ist immer leicht, von außen über einen kriselnden Verein zu urteilen und zu spekulieren, was man dort besser machen könnte und sollte. Am Ende haben Trainer und Spieler das Heft in der Hand. Ein Erfolgserlebnis ist es, was die Preußen brauchen und sollte sich dies einstellen, werden die o.g. Punkte von ganz alleine wieder zur Realität werden und den Erfolg zurück nach Westfalen bringen!

FOTO: Flohre Fotografie

   
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