Smail Morabit und seine beeindruckende Rückkehr in die Liga

Als Smail Morabit im Sommer den FC Rot-Weiß Erfurt und damit auch die dritte Liga verließ, ahnte wohl niemand – vor allem der Spieler selbst – dass er nur wenige Wochen später erneut für einen Drittligisten die Schuhe schnürt. Sein Wechsel zum VfL Bochum sollte ein großer Schritt in seiner Karriere sein, ein Stammplatz unter Bochums Trainer Peter Neururer war sein Ziel. Doch dieser plante ohne den Franzosen mit marokkanischen Wurzeln, ließ den Stürmer in der Regionalliga West bei der zweiten Mannschaft spielen. Letztendlich eine Degradierung in die vierte Liga, an der der 25-Jährige keinen Gefallen fand. Nach nur 60 Einsatzminuten im Trikot des VfL einigten sich der Spieler, die Bochumer und sein neuer Verein, der 1. FC Heidenheim, auf eine einjährige Ausleihe. Am Freitag vergangene Woche unterschrieb er bei den Ostwürttembergern den Vertrag und absolvierte am Nachmittag das erste Training mit den neuen Kollegen. Was am Samstag folgte, hätte er sich in seinen Träumen nicht besser ausmalen können. 

Einstand nach Maß

Wir schreiben die 59. Minute. Smail Morabit kommt für den glücklosen Florian Niederlechner in die Partie gegen die U23 der Borussia aus Dortmund. Nur sieben Minuten später war er durch eine Kopfballverlängerung am vorentscheidenden 2:0 beteiligt. Zahn Zeigerumdrehungen später setzte er Marc Schnatterer in Szene, der anschließend das 3:0 vorbereitete. Den krönenden Abschluss besorgte Morabit höchstpersönlich, als er sich gegen drei Dortmunder durchsetzte und kaltschnäuzig zum 4:0 vollendete. "Das war wirklich ein guter Einstand für mich", sagte der überglückliche Morabit nach dem Spiel zum "Kicker". Auch sein Trainer Frank Schmidt war mit seinem neuen Spieler hochzufrieden: "So haben wir uns das vorgestellt. Er hat gezeigt, dass er mit seiner Technik und seiner Geschwindigkeit für uns eine wertvolle Verstärkung sein kann" sagte der 39-Jährige und hofft, noch viel Freude am gebürtigen Forbacher zu haben.

FOTO: 1. FC Heidenheim

   
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