Siegesserie gerissen: Mannheim nur mit Remis gegen Verl

Im Montagsspiel des 21. Spieltags zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem SC Verl konnte kein Sieger ermittelt werden. 1:1 hieß es am Ende, nachdem Oliver Batista-Meier die Gäste früh in Führung brachte (12.), ehe Dominik Martinovic kurz vor der Pause für den SVW ausglich (44.). Damit ließ der Waldhof nach zuletzt drei Siegen erstmals wieder Federn und verbleibt auf dem fünften Rang, während die Verler das fünfte Mal ungeschlagen bleiben und so den 11. Platz behaupten. 

Martinovic kontert frühen Treffer von Batista-Meier

Zwei der formstärksten Teams trafen am Montagabend unter Flutlicht im Mannheimer Carl-Benz-Stadion aufeinander. So mussten die Gäste aus Verl in den letzten vier Spielen keine Niederlage hinnehmen, während die Hausherren des Waldhof gar drei Siege in Serie und damit den perfekten Start ins neue Jahr verbuchen konnten. Nach dem beeindrucken Auftritt beim 4:1 in Köln tauschte SVW-Coach Neidhart lediglich auf einer Position und brachte für Pledl auf der rechten Seite Winkler. Bei Verl rückte nach dem nicht minder beeindruckenden 2:0-Sieg gegen Saarbrücken für den gelbgesperrten Grodowski Neuzugang Batista-Meier, der erstmals starten durfte, in die Startformation von Coach Michél Kniat. Den besseren Start erwischten dann die Gastgeber. Nach fünf Minuten des Abtastens wurde Sohm am Sechzehner freigespielt und versuchte sich per Schlenzer, der die Oberkante der Latte küsste, aber sein Ziel nicht traf (6.).

Auf der Gegenseite fand Ochojski mit seiner Flanke den Kopf von Wolfram, der aber keinen Druck hinter die Kugel bekam und SVW-Keeper Bartels so nicht wirklich prüfen konnte (7.). Kurz darauf war der Schlussmann dann aber geschlagen. So ließ Bartels einen wuchtigen Schuss von Sapina ungünstig nach vorne klatschen, sodass Startelf-Debütant Batista-Meier zum frühen 1:0 für den Sportclub abstauben konnte (11.). Die Mannheimer erschienen geschockt. In der 15. Minute sollte Lebeau an der Strafraumkante eingesetzt werden, schlug aber am Ball vorbei. Enger wurde es kurz darauf, als ein kapitaler Fehlpass von SCV-Torhüter Thiede in den Füßen von Wagner landete, der es prompt versuchte, jedoch am Keeper scheiterte, der seinen Fehler so wieder gutmachte (19.). Die Hausherren drückten nun aufs Tempo, konnten aber keine nachhaltige Gefahr für das Verler Tor erzeugen.

Nahe kamen die Mannheimer dem Ausgleich nach 25 Spielminuten bei einer erneuten Unsicherheit von Verls Schlussmann Thiede, dem eine Freistoßflanke durch die Finger rutschte, doch konnte Rossipal aus dem Fehler keinen Profit schlagen. Auf der Gegenseite kam Wolfram erneut zu einem Kopfball, den er erneut ohne Druck in die Arme von Bartels setzte (27.). In der Folge verlor das Spiel dann auch wieder an Fahrt und wurde zerfahrener. Für ein Ballwegschlagen sah Verls Sapina indes die erste gelbe Karte der Partie (36.). Kurz vor der Pause drückte Mannheim dann noch einmal mehr: Zunächst scheiterte Lebeau noch aus spitzem Winkel (42.), doch dann war es so weit: Winkler setzte sich auf der rechten Seite durch und legte mustergültig in den Rückraum, wo Martinovic zum 1:1 einnetzte (43.). Dies sollte dann auch den Pausenstand darstellen.

SVW-Mühen bleiben unbelohnt

Ohne Wechsel ging es in den zweiten Durchgang, der wieder mit einem eifrigen Gastgeber startete. Keine drei Minuten waren gespielt, als Winkler nach einem sehenswerten Solo erneut Martinovic im Rückraum fand, der diesmal jedoch an Thiede scheiterte (48.). In der 52. Minute war es dann wieder Martinovic, der es diesmal aus der Distanz versuchte, aber mit seinem aufsetzenden Schuss erneut seinen Meister im Verler Schlussmann fand. Der SVW blieb mit dem Fuß auf dem Gas. Wenig später versuchte sich dann auch Lebeau, dessen Schuss aus zwölf Metern aber von der SCV-Hintermannschaft in allerhöchster Not gerettet werden konnte (54.). Verl hielt nun körperlicher dagegen. Wolfram übertrieb es mit dem Einsatz ein wenig und sah für seine Grätsche von hinten gegen Lebeau die zweite Gelbe des Abends (57.), bevor Paetow nach einem taktischen Foul kurz darauf dasselbe Schicksal ereilte (60.).

Von Verl kam nicht mehr viel. Entsprechend reagierte Trainer Kniat und brachte Neuzugang Meijer sowie Yari Otto für Sessa und Sapina (62.). Das sollte sich beinahe direkt auszahlen. So wurde Joker Otto geschickt, ehe Jans retten wollte, aber so seinen Keeper Bartels überrumpelte und auf der Torlinie selbst retten und sein Eigentor verhindern musste (65.). Auf der Gegenseite konnte ein erneuter Versuch von Martinovic am Fünfer geblockt werden (67.). Das Tempo war nun enorm hoch, aber das Glück für den SVW blieb aus. In der 70. Minute war es dann fast soweit, als Sohm einen hohen Ball stark herunterpflückte, aber mit seinem Drehschuss aus kurzer Distanz an einer Fußparade von Thiede scheiterte. Die Zeit lief den Mannheimer allmählich davon, da in den folgenden Minuten auch aufgrund diverser Wechsel auf beiden Seiten keine hochkarätigen Chancen hinzukommen sollten – und Verl sich stärker aufs Verteidigen konzentrierte.

Bemühen tat sich der SVW dennoch. Nach einer Ecke kam dabei nochmals Gefahr auf, als das Leder per Weitergabe bei Riedel landete, der ebendieses aus kurzer Distanz im Rückwärtsfallen über die Querlatte auf das Tordach bugsierte (81.). In der 86. Minute kam dann der eingewechselte Taz zum Abschluss, doch auch sein Versuch aus gut zehn Metern konnte vor dem SCV-Tor geblockt werden. Es sollte die letzte Chance der Hausherren sowie der gesamten Partie bleiben. Somit ließ der SVW nach zuletzt drei Siegen erstmals wieder Federn, zieht aber mit dem 1. FC Saarbrücken gleich und verbleibt auf dem 5. Rang, während Verl nach dem fünften ungeschlagenen Spiel in Folge weiterhin Rang 11 belegt. Für Mannheim geht es in der kommenden Woche nach Aue. Verl empfängt Dresden.

   

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