Sieg gegen Halle: Bayern II beweist Robustheit

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Als Favorit ging der FC Bayern München II nicht in die Partie gegen den Halleschen FC. Dafür kam er aber mit drei Punkten mehr im Gepäck wieder raus – auch dank Innenverteidiger Lukas Mai lag, der in der zweiten Halbzeit zum Matchwinner wurde.

Mai reagiert am schnellsten

Drei Spiele in Folge hatte der HFC für sich entschieden, die Bayern hingegen hatten erst einen Sieg aus den bisherigen Partien geholt: "Für mich ist Halle bis jetzt die beste Mannschaft", drückte auch Bayern-Coach Sebastian Hoeneß seinen Respekt aus. Doch Favoritenrolle hin oder her: Nach fünf Minuten der Partie stand es bereits 1:0 – für die Gäste.

Der HFC verteidigte eine Ecke nicht konsequent, Nutznießer Wriedt verwandelte zur Führung. Terrence Boyd glich später für den HFC aus (23.), in der 65. Minute aber verursachte Halles Sebastian Mai einen Freistoß. Den folgenden Schuss ließ Keeper Eisele in die Mitte klatschen, wo Bayerns Lukas Mai genau richtig stand – und wiederum vom vorangegangenen Foul seines älteren Bruders profitierte: "Ich hab da nicht so genau hingeschaut", erklärte Bayerns Mai, der überhaupt nicht mitbekommen hatte, wem er da indirekt den Treffer zu verdanken hatte: "Ich freue mich über das Tor, für ihn ist es im Nachhinein halt unglücklich. Ich bin einfach nach vorne gegangen und habe halt Glück gehabt, dass der Torhüter den Ball genau zu mir abprallen lässt. Ich reagiere am schnellsten."

Bayerns defensiver Schritt nach vorne

Ein bisschen Glück – das sah auch Trainer Hoeneß als einen Grund für den Sieg seiner Mannschaft an. Doch sein Team zeigte vor allem, dass es körperlich in der 3. Liga angekommen ist: "Für uns war es einfach wichtig, dass wir dagegenhalten. Dass wir die Robustheit an den Tag legen, damit wir hier bestehen können“, erklärte Hoeneß. Und auch Mai betonte: "Mich freut es, dass die Mannschaft heute richtig verteidigt hat. Dass sie da einen Schritt nach vorne gemacht hat – weil Fußballspielen können wir, das haben wir alle bewiesen. Aber heute war es eher eine kämpferische Leistung, jeder hat sich reingeworfen. Darauf bin ich sehr stolz."

Auch die beiden Vertreter der ersten Mannschaft, Fiete Arp und Alphonso Davies, hinterließen einen ordentlichen Eindruck beim Trainer: "Beide haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir heute gewonnen haben. Beide haben sich reingehauen – das ist das, was man erwarten kann. Alphonso hat seine Schnelligkeit gezeigt, auch Fiete hatte ein, zwei gute Momente", befand Hoeneß, der abschließend bilanzierte: "Wir sind überglücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. Auf meine Jungs bin ich stolz, aber wir müssen die ein oder andere Situation besser lösen, mit den technischen Möglichkeiten, die wir haben."

   
  • Sterneneisen

    Herr Hoeneß jun. hat wohl einen anderen Fiete Arp spielen sehen. Das war selbst für 3. Liga dünn. Davies dagegen jenseits von Gut und Böse. Wenn der die Abläufe der Mannschaft kennen würde… Ist aber eben ein Spieler für Buli.

    • Doppelherz

      "1..2 gute Momente"…in 90 Min 😂
      Was wohl andere Arbeitgeber dazu sagen würden…

      • Sterneneisen

        Stets bemüht ;)

      • Doppelherz

        "Hat zum guten Betriebsklima beigetragen…"

    • Matthias Mewes

      Darauf wollte ich erst gar nicht eingehen ;o)
      Der HSV wird sich wohl in die Hände geklatscht haben, Arp für diesen Preis abzugeben. Offensichtlich war er fit und gesund, mit der gezeigten Leistung hätte er es wohl in fast jeder Drittligamannschaft schwer.

  • Matthias Mewes

    Mai und Wried saßen am Freitag gegen Hertha auf der Bank, Davies wurde sogar eingewechselt. Wir reden hier vom Deutschen Meister und der 1.Bundesliga!
    Durch die ohnehin schon beknackten Montagsspiele werden die Gegner der Zweitvertretungen der Bundesligisten zusätzlich durch Wettbewerbsverzerrung benachteiligt. Würde parallel gespielt, wären alle 3 nicht dabei gewesen…
    Zweitvertretungen gehören nicht in die 3.Liga!

    • Philipp Schramm

      Wenn sich einige Mannschaften eine "Zweitvertretung" leisten, dann sollen sie auch dafür sorgen, das diese "Zweitvertretungen" in einer eigenen Liga spielen.

      Auch sollte verhindert werden, das es möglich ist, das Spieler sowohl in der 1. als auch in der 2. Mannschaft am gleichem Spieltag im jeweiligem Kader stehen.

      • DM von 1907

        Das das erlaubt ist, hat gute Gründe (Wettkampfpraxis bei der zweiten, Kaderergänzung bei der ersten Mannschaft), und es ist nebenbei nur in begrenztem Umfang erlaubt, sonst drohen Punktabzüge. Wer immer wieder versucht, die zweiten Mannschaften aus dem normalen Ligabetrieb zu drängen (in die sie in sportlichem Wettkampf aufgestiegen sind) oder ihre Kaderplanung zu behindern, sollte bedenken, dass solch diskriminierender Unfug nicht auf die 3. Liga beschränkt bleiben könnte. Entsprechende Regelungen würden sich auf die Handlungsfreiheit der zweiten Mannschaften bis in die untersten Amateurklassen hinein auswirken!

      • Matthias Mewes

        "Diskriminierender Unfug"??? Wohl ein bisschen übertrieben…
        Es geht vielmehr darum, dass darauf geachtet werden soll, dass Zweitvertretungen an dem selben Spieltag, wie ihre Erstvertretungen starten sollen, denn sonst ist es für die jeweiligen Gegner (um es mit Deinen Worten zu schreiben, "diskriminierend"), wohl eher wettbewerbsverzerrend.

      • DM von 1907

        Ein solcher Zeitplan wäre sicher schön, müsste aber dann für den gesamten deutschen Fußball bis hinunter in die C-Klasse gelten. Er ist aber definitiv nicht machbar, denn es geht ja nicht nur um Montagspiele, sondern es müssten im Regelfall zugleich Freitag, Samstag und Sonntag koordiniert werden, im Sonderfall auch noch die Spieltage der englischen Wochen. Das schafft kein Staffelleiter!

        Außerdem terminiert die 3. Liga ihre Spieltage immer häppchenweise, der Amateurbereich im voraus. Dein Vorschlag läuft auf eine Quadratur des Kreises hinaus!

        Im Amateurbereich sind die zweiten Mannschaften oft "Wundertüten" – in der ersten Hälfte der Saison bei Verstärkungen aus der Ersten bärenstark, später, wenn dies wegen der Stammspielerregelung nicht mehr möglich ist, oder wenn Spieler an die Erste abgegeben werden müssen, oft ganz dünn besetzt. Vor Jahren gab es dafür ein schönes Beispiel in der Verbandsliga Südbaden, wo gegen Ende der Saison der SC Pfullendorf II zu einem Auswärtsspiel mit neun (!) Mann antrat, um seinem Verein Strafgelder zu ersparen.

      • Philipp Schramm

        Trotzdem bin ich der Meinung, das ein und der selbe Spieler an einem Spieltag nur in einer Mannschaft spielberechtigt sein dürfte.
        Entweder in der 1. Mannschaft oder in der 2. bzw. Reserve-Mannschaft.

    • Doppelherz

      Singh übrigens auch!

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