Shcherbakovskis Dreierpack: "Auf Chance warten und dann nutzen"

In Halle galt Jan Shcherbakovski jahrelang als großes Talent für die Zukunft. Nun will sich der 21-Jährige bei der SG Dynamo Dresden beweisen – doch bislang stehen kaum Einsatzzeiten auf seinem Arbeitsnachweis. Im Landespokal durfte der Offensivspieler nun ran und erzielte prompt drei Tore. Naht die Chance?

"Mir bleibt nichts anderes übrig"

Im Vorfeld der Partie beim ATSV "Frisch auf" Wurzen hatte SGD-Coach Markus Anfang zahlreiche Personalfragen zu klären. "Wer zuletzt weniger gespielt hat, sollte diese Einsatzzeit nutzen", kündigte der Übungsleiter daher an. Zu den Gewinnern des 11:0-Sieges gegen den Siebtligisten zählte anschließend Jan Shcherbakovski. In der Liga bekam er bislang nur einen Einsatz für 45 Minuten – nun erzielte der 21-Jährige drei Tore und bewies dabei auch seine technische Klasse.

"Es tat gut, mal wieder etwas Spielpraxis zu sammeln, 90 Minuten auf dem Platz zu stehen und Spaß am Fußball zu haben", freut sich Shcherbakovski in der "Bild"-Zeitung nach der Partie. War der Landespokal-Einsatz womöglich sogar der Startschuss zum Durchbruch bei der SGD? Der 21-Jährige will dranbleiben. "Ich hatte eine schwierige Phase, weil ich mich gleich zu Beginn verletzt und so die halbe Vorbereitung verpasst hatte. Klar sind die anderen gerade vor mir", blickt Shcherbakovski auf einen Muskelfaserriss im Sommer zurück. Aber: "Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich wieder ranzukämpfen, auf meine Chance zu warten und die dann zu nutzen."

53 Drittliga-Einsätze

Insgesamt 53 Drittliga-Spiele (fünf Tore/vier Vorlagen) stehen für den 21-jährigen Offensivspieler mit Wurzeln in Belarus auf der Habenseite. Im Januar 2020 debütierte Shcherbakovski bereits im Profi-Fußball, als Torsten Ziegner noch Trainer beim HFC war. An der Saale galt er fortan als großes Talent, dessen wirklicher Durchbruch erst im letzten Jahr gelang – dort sammelte er 22 Startelf-Einsätze beim HFC. Jetzt könnte die Chance in Dresden folgen, wenngleich Markus Anfang klarstellt: "Ich mache es nicht daran fest, wieviele Tore jemand geschossen hat. 'Sherba' hat erst auf dem Flügel, dann im Zentrum gespielt. Und das ganz ordentlich gemacht." Die Vorzeichen stehen somit dennoch günstig.

 
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