SGD vor Spitzenspiel: "Diese Spiele sind das Salz in der Suppe"

Dreimal in Folge ging Dynamo Dresden als Sieger vom Platz, ehe es unter der Woche nur zu einem 1:1-Remis gegen Bayern II reichte. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt Cheftrainer Markus Kauczinski nicht, denn schon schon am heutigen Samstag wartet das Topspiel gegen Ingolstadt. Ein Dank des Coaches ging daher an die Physiotherapeuten.

"Muss niemand angefeuert werden"

Trotz einer verzerrten Tabelle erwartet die SG Dynamo Dresden ein Duell zwischen dem Ersten und dem Zweiten, möglicherweise wäre es sogar ein direktes Match um die Tabellenspitze bei Ausführung aller Spieler. "Es kribbelt auf jeden Fall. Ich kam gar nicht dazu, herunterzufahren", blickte SGD-Cheftrainer Markus Kauczinski auf das Duell am Samstag (14 Uhr) voraus, obwohl das Spiel mit der U23-Mannschaft des FC Bayern München gerade erst hinter den Dresdnern liegt. Abgesehen von einer kurzen Nachbereitung liegt der Fokus aber wieder voll auf Ingolstadt: "Jetzt heißt es, kurz durchschnaufen und dann ist auch schon morgen."

Kapitän Sebastian Mai, der nach langer Sperre am Mittwoch noch als Ersatzspieler auf der Bank Platz nahm, wird dann zur Startelf gehören, wie Kauczinski durchblicken ließ. Auf welcher Position blieb aber noch offen. Nach seiner roten Karte vor einem Monat gegen Mannheim hatte der robuste Abwehrspieler längst für Wiedergutmachung im Team gesorgt: "Es gab am nächsten Tag ein schönes Frühstück auf meine Kosten." Jetzt will Mai wieder sportlich wertvoll für seine Mitspieler sein: "Im Spitzenspiel muss niemand angefeuert werden. Jeder ist bis in die Haarspitzen extrem motiviert", mangelte es dem 27-Jährigen schon einmal nicht an der Einstellung.

Kauczinski lobt Physiotherapeuten

Das Hinspiel, welches Dresden nach 83-minütiger Unterzahl durch einen Elfmeter verlor, sei dagegen nicht mehr in Mais Kopf. Auch Kauczinski wollte mit vergangenen Statistiken, beispielweise eine neunjährige Serie, in der ein Tabellenerster nie gegen den Tabellenzweiten gewinnen konnte, nicht als Vergleich heranziehen. Gleichzeitig war dem Coach die Bedeutung des Duells bewusst: "Das sind Spiele, die das Salz in der Suppe sind." Obwohl danach noch genügend Partien ausstehen und eine vorzeitige Entscheidung am Samstag nicht im Aufstiegskampf fallen wird.

Die Begegnung mit einem Ex-Kollegen wird der SGD möglicherweise entgehen, denn Ingolstadt muss vielleicht auf Stefan Kutschke verzichten. "Natürlich würde er mir fehlen. Wenn du gegen einen Stürmer wie Stefan Kutschke spielst, musst du immer auf der Höhe sein. Solche Duelle machen immer Spaß. Aber sie haben auch noch andere Kaliber", lobte und warnte Mai vor dem gegnerischen Angriff, der auf die Dresdner zukommen wird. Dafür braucht Kauczinski nach der Englischen Woche vor allem fitte Akteure – und die hat er. Der Dank ging deshalb an die Physiotherapeuten des Vereins: "Die Jungs sind noch dran, es hört nicht auf. Da auch nochmal mein Lob an alle drei, die jetzt auf so einer Hochzeit richtig hart arbeiten. Sie sind rund um die Uhr für die Jungs da und gehen im Moment wirklich als letztes nach Hause." Weitere Verletzte sind unter der Woche nicht hinzugekommen. Nun sind die SGD-Akteure auf dem Platz gefragt, um dem Spitzenspiel eine entsprechende Leistung auf dem Platz zu bieten.

   
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