Sechste Heim-Niederlage in Folge: Lage in Köln wird bedrohlicher

Geführt und trotzdem verloren: Beim 2:4 gegen den 1. FC Magdeburg kassierte Viktoria Köln am Dienstagabend die sechste Heimniederlage in Folge und kommt den Abstiegsplätzen immer näher. Maximilian Rossmann schlägt Alarm.

"Verlieren nicht den Kopf"

Schönreden wollte Maximilian Rossmann die aktuelle Lage für Viktoria Köln überhaupt nicht. Im Gegenteil, die Worte waren kurz, aber aussagekräftig: "Wir sind definitiv im Abstiegskampf", sagte der Innenverteidiger nach Spielschluss bei "MagentaSport". Mit einem Sieg hätten die Kölner sechs Punkte zwischen sich und den ersten Abstiegsplatz bringen können. Stattdessen sind es nur noch drei Zähler bis zur gefährlichen Tabellenzone. Für Trainer Olaf Janßen gab es somit im vierten Spiel nach seiner Rückkehr zu den Rheinländern die dritte Niederlage. Es war zudem die sechste Heimpleite in Folge für das Team. Den letzten Heimsieg gab es am 5. Dezember des vergangenen Jahres gegen 1860 München (2:1). "Aber wir verlieren nicht den Kopf, haben noch genug spiele vor der Brust", gab sich Rossmann sofort kämpferisch.

Dabei ging es für die Hausherren gut los, nachdem Kai Klefisch die Führung erzielt hatte (19.). "Wir haben gut angefangen, waren selbstbewusst, mutig, griffig und gehen hochverdient in Führung", schätzte Rossmann die Anfangsphase ein. Doch in der Folge kam der FCM immer besser ins Kellerduell, setzte sich in den entscheidenden Zweikämpfen durch – und nutzte auch die Fehler der Viktoria mit einem Doppelschlag durch Andreas Müller (37.) und Kai Brünker (39.) aus. "Wir hauen uns die Dinger fast selber rein", monierte Janßen, der von einem "Tiefschlag" sprach. Für Rossmann war der Doppelpack des Gegners "unerklärlich. Vielleicht sind wir zu viel in Schönheit gestorben, hätten auch mal einen klaren Ball spielen müssen. Aber ich unterstelle keinem, dass er absichtlich einen Zweikampf verliert".

Doppelpack war "Genickschlag"

Der Doppelpack des FCM war der "Genickschlag", urteilte Rossmann: "Dann läufst du der Musik hinterher, und Magdeburg ist keine Kirmestruppe", so der 25-Jährige. Mit dem 1:3 durch Raphael Obermair kurz nach dem Seitenwechsel (53.) war die Partie schon entschieden. Das Selbstvertrauen der Kölner schwand immer weiter, es fiel ihnen nichts mehr ein, um die Magdeburger Defensive arg in Bedrängnis zu bringen. Die beste Chance hatte noch Albert Bunjaku, der am starken FCM-Keeper Morten Behrens scheiterte. Nachdem Baris Atik das Ergebnis aus Sicht der Elbestädter weiter erhöhte (4:1/79.), war das sehenswerte Freistoß-Tor durch Mike Wunderlich (83.) zum Endstand nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Mit zwei Pleiten im Gepäck müssen die Domstädter am Samstag beim Tabellenletzten VfB Lübeck zum nächsten Sechs-Punkte-Spiel antreten. Bei einer Niederlage droht schon ein Abstiegsplatz, gelingt mit einem Sieg die Wende kann zumindest ganz kurz durchgeatmet werden. Ausgerechnet vom siegreichen Gegner soll sein Team sich nun etwas abschauen, wie Janßen erklärte. Nach dem Abpfiff habe er ihnen gesagt, "dass in den kommenden Spielen das an den Tag gelegt werden muss, was Magdeburg gemacht hat: Bis zum Schluss daran glauben und diese Energie auf den Platz bringen."

   
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