Schuster vor der Relegation mit dem FCK: "Können nur gewinnen"

Zwei Spiele stehen für den 1. FC Kaiserslautern noch an. Die Duelle in der Relegation gegen Dynamo Dresden entscheiden darüber, ob eine starke Saison noch gekrönt werden kann. Der FCK könne dabei aber nur gewinnen, meinte Neu-Trainer Dirk Schuster.

"Eine große Herausforderung"

Was für eine kuriose Konstellation für Dirk Schuster: Ohne ein einziges Spiel mit der Mannschaft absolviert und Einfluss auf die bisherige Saison gehabt zu haben, muss der 54-Jährige in zwei Spielen den Aufstieg mit den Roten Teufeln packen. Nur zehn Tage Vorbereitung bleiben dem gebürtigen Sachsen dafür, um die Köpfe nach zuletzt drei Niederlagen in Serie wieder frei zu bekommen. "Es sind zwei Endspiele und eine große Herausforderung, die Mannschaft in der Kürze der Zeit so gut kennenzulernen und sich gegenseitig zu vertrauen, um das bestmögliche zu erreichen. Und das wird am Ende hoffentlich der Aufstieg in die 2. Liga sein", so Schuster in einem Interview mit dem "SWR".

Das Team hatte zuletzt noch eine hervorragende Ausgangssituation verspielt. Allein ein Punkt hätte gereicht, um den direkten Aufstieg zu schaffen. Stattdessen müssen die Pfälzer nun nachsitzen und gegen Dresden den Gang in die 2. Liga perfekt machen. "In den zwei Spielen kann der Verein nur gewinnen. Wir sind der Underdog, kommen aus der 3. Liga und die letzten drei Spielen liefen nicht ganz so positiv", sagte Schuster. Doch man habe eine "hervorragende Runde" gespielt.

Dresden in diesem Jahr noch sieglos

Viele Hoffnungen steckt der ehemalige Augsburg-, Darmstadt- und Aue-Trainer in das Heimspiel am Freitag. "Ich bin der Überzeugung, wenn wir alle gemeinsam ziehen, die Gemeinschaft im Vordergrund steht und der 12. Mann auch seinen Teil dazu beiträgt – und das sind am Freitag nun mal 50.000 Leute – dann können wir hier eine gute Ausgangsposition schaffen." Und nicht ignoriert werden darf der Umstand, dass Dynamo in puncto Selbstvertrauen stark angeschlagen in die Duelle geht. Die SGD konnte in der gesamten Rückrunde nicht gewinnen, holte nur zehn Punkte und verlor am Wochenende gegen Absteiger Erzgebirge Aue mit 0:1. Mit breiter Brust werden die Schwarz-Gelben wahrlich nicht in die Pfalz reisen.

Das Selbstvertrauen war auch beim FCK schon größer. Die drei Pleiten gegen Wiesbaden, Dortmund und Köln haben Spuren hinterlassen. Dass die Stimmung im Fanlager nach den Niederlagen und der Entlassung Marco Antwerpens einen Knacks bekommen haben soll, konnte Schuster nicht bestätigen. "Im Gegenteil: Ich habe viele aufmunternde Nachrichten und Gratulationen bekommen. Ich hatte überhaupt keine negativen Kontakte in dieser Richtung, sondern jeder wünscht Glück. Jeder ist davon überzeugt, dass wir es schaffen." Schuster betonte, dass der Gang in die Relegation nicht als Enttäuschung angesehen werden dürfe: "Diese zwei Spiele vor ausverkauftem Haus, das sind Erlebnisse, auf die man sich freuen kann. Dafür ist man Fußballer geworden."

   
  • Betze97

    Ich halte weiterhin nichts von der Relegation. Dem HSV und dem FCK kann eine erfolgreiche Saison genommen werden, während Dresden und Berlin am Ende noch belohnt werden.
    Die Ligastatistiken muss man meiner Meinung nach in der Relegation ausblenden, da das Spiel eher wie ein Pokalendspiel zu sehen ist. Dementsprechend ist der Spielausgang für mich offen. Da wird es darauf ankommen wer in den entscheidenden Momenten wacher ist und die Fanmaßen ausblenden kann. Sowohl im Hinspiel als auch im Rückspiel können die Fans ein entscheidender Faktor werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt und hoffe, dass unsere Jungs das schaffen.

    • Burnhart

      ich bin bezüglich der Belohnung der Leistung über die ganze Saison ganz bei Dir. Allerdings hat zumindest der 1 Ligist einen klaren Vorteil, was sich ja auch in der Statistik entsprechend niederschlägt. Eine Bundesligamannschaft hat ein viel höheres Potential, als ein 2Liga team, auch wenn es zu den guten gehört. Ein Nachteil für den Bundesligisten, dass z.B bei Torgleicheit immer der 2Ligist weiter kommt, wäre schon hilfreich, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.

      • Betze97

        Richtig. der Qualitätsunterschied ist dann doch ziemlich hoch, von der ersten zur zweiten Liga nochmals höher als von der zweiten zur dritten. Aber auch da ist einfach ein Unterschied vorhanden. Die Mannschaften werden nicht ohne Grund nach dem Aufstieg immer wieder verstärkt oder gar komplett ausgetauscht wie in Rostock. Selbst wenn das nicht gemacht wurde, hat die klassenhöhere Mannschaft über 34 Spiele Spielpraxis auf höherem Niveau und auch das kann einen Unterschied aus machen.

      • Günther1987

        Für mich reiner Kommerz diese Relegationsspiele, 1. und 2. Liga auf 20 Mannschaften erhöhen und wie Früher 3 Auf- und 3 Absteiger.

      • DM von 1907

        Kommerz und Spannung. Und die Vereine leben nun mal vom Kommerz. Mal überlegen, wieviele Gelder den betroffenen Vereinen (auch Fernsehgelder!) verlorengehen würden, wenn man die Relegation abschaffen würde.

      • Betze97

        Das sind tatsächlich interessante Punkte die man mal analysieren müsste, um zu einem Fazit hinsichtlich der Fragestellt über den Mehrwert der Relegation zu bekommen. Abwegen müsste man dann auch die Auswirkungen der verlängerten Saison auf mögliche Transferverhandlungen, Laufzeiten von Verträgen usw.

      • DM von 1907

        Sehr sachlicher und analytischer Kommentar von dir.

      • Betze97

        Die Fernsehgelder aus der Relegation gehen tatsächlich nicht an die Vereine. Da hat der Betze brennt gestern ein interessanten Artikel dazu verfasst.

      • Günther1987

        Natürlich leben die Vereine vom Kommerz, deshalb auch mein Vorschlag die Höchsten Spielklassen auf 20 Vereine zu erhöhen, 4 Spieltage mehr, 2 Heimspiele mehr und ich bin mir zu 110% sicher das dies mehr Geld bringen würde als so zwei dämliche Relegationsspiele.
        Vereine in der 3. Liga könnten so auch besser Planen wenn man weis das die Top 3 Aufsteigen und man nicht damit Rechnen muss das die ganze Arbeit und Investition dann wegen 2 Spielen gegen eine Mannschaft die den Höheren Etat hat verliert.
        Frag mal in Karlsruhe oder Heidenheim nach wenn man eine überragende Saison spielt mit einem überschaubarem 2.Liga Budget und dann so unglücklich in der Relegation scheitert.

    • FCM

      Es wurden völlig willkürlich irgendwann mal 3 Aufsteiger festgelegt. Das Argument zieht nicht. Wenn man sich die Auf- und Absteiger der 1. und 2. Liga diese Saison ansieht, könnte man sogar Argumente dafür sammeln nur ein Team die Liga wechseln zu lassen.
      Fürth wieder runter. Werder&Schalke wieder hoch

  • FCS@1903

    Der FCK hat viel zu verlieren , sehr viel .

    • betzebub

      Erzähle uns mehr von deinem Wissen :-)

      (neben den Fakt der verlorenen sicheren 6 Punkte gegen Saarbrücken bei Aufstieg) ;-)

    • Günther1987

      Ich sehe es Ähnlich wie Schuster, der FCK kann nur Gewinnen denn
      die nächste 3. Liga Saison ist Finanziell abgesichert, man hat diese Saison nicht mit dem Aufstieg gerechnet und hat am Ende trotz 3 Niederlagen am Stück immer noch diese Chance.
      Einen Trainer hat man für die neue Saison egal wie diese Relegation ausgeht und ich gehe Stark davon aus das der FCK sein Budget nach den letzten Spielen auch nochmal erhöhen kann da der Zuschauerzuspruch aufjedenfall da ist.

      Steigt der FCK auf Verliert man die Derbys gegen Waldhof und Saarbrücken bekommt aber eins wieder gegen den KSC zurück.

      • FCS@1903

        Wenn Sie nichts zu verlieren hätten dann hätte man es auch mit dem alten Trainer
        probieren können und hätte nicht gewechselt oder ?
        Der Aufstieg war bereits fest eingeplant , bei Nichtaufstieg wird das erneut eine sehr teure
        Saison , man hat finanziell sehr wohl viel zu verlieren , das weiß man auch.
        Dazu bleibt abzuwarten welche Stammspieler dann lieber in Liga 2 spielen werden , was einen
        erneuten Umbruch mit sich bringen würde. Jedes Jahr Liga 3 reizt das Budget
        weiter aus.
        Ich bin gespannt auf den nächsten Zahlen. Einlagen von 3 Mio. und 3 ausverkaufte Spiele
        sind weiter nur ein Tropfen auf den heißen Stein , die Investoren werden mehr
        Scheine zücken müssen um den Level in Liga 3 zu halten .

        Wenn man das dann nichts zu verlieren nennt , nun gut , dem sei dann so. Für mich sieht das aber nicht nach kein Druck aus.

        Ich lege mich ganz entspannt zurück und schaue mir die beiden Spiele an , Schuster
        mochte ich bei D98 , da hat er damals funktioniert und mit Sicherheit den
        ganzen Verein aus dem Abseits geholt , danach funktionierte
        das kein zweites Mal so gut , sympathischer als der EX allemal aber das ist ja
        auch keine Kunst.

      • Günther1987

        Dazu können wir alle nichts Sagen, keiner Weiß was zwischen Hengen und Antwerpen vorgefallen ist, Keiner weiß ob es die Investoren so entschieden haben.
        Und man muss echt sagen das nach dem Spiel gegen den FCS etwas passiert ist den dieser Einsatz aus diesem Spiel gab es gegen Dortmund, Köln und Wehen nicht.

        Natürlich kostet die 3te Liga wieder paar Mio, aber ich denke da kann man den Offiziellen vom FCK glauben das diese Gesichert ist.

        Ich vergleich zu Dynamo kann der FCK wirklich nur Gewinnen, da hat Schuster einfach recht.

        Schuster wie Lieberknecht einfach Sympathie Trainer.

      • Andreas kl

        Eigentlich ging es mit der schlechteren Leistung schon etwas länger zb Osnabrück , verl nur hatte man da noch das Glück auf seiner Seite oder auch die Niederlage gegen 60 . Deshalb muß man ehrlich sagen wenn unsere Führung die Spiele analysiert hat und der Meinung ist der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr dann musste er so handeln, auch wenn Antwerpen uns erst bis dahin geführt hat.

      • Günther1987

        Sehe ich genauso mit 3 bis 4 Tage abstand. Am Anfang dieser Meldung dacht man erst was fällt denen ein aber wenn man genauer hinschaut ist es wie Sie es beschrieben haben.
        Und wenn Hengen der Meinung ist neue Impulse zusetzten dann i es sein gutes Recht, dafür steht er in der Verantwortung.

  • Hexenkönig

    Tzz, am 12 Mann lag es bis jetzt überhaupt nicht, ganz im Gegenteil…und selbst wenn Schuster den Aufstieg fix machen sollte, gehört dann respekt und dank an m.a. ,ob man ihn mag oder nicht…ER hat den fck zu dieser relegation geführt und kein anderer….und ob Schuster der richtige für Liga 2 ist…? Naja, abwarten, aber er muss es erstmal besser machen als m.a…..und das (unabhängig von den letzten Spielen) wird nicht leicht…..die Fans sind doch längst Bundesliga Niveau

    • betzebub

      Das stimmt natürlich, der dank gilt dann zu 95% Marco Antwerpen.
      Wenn Schuster in den 1,5 Wochen die Köpfe der Spieler wieder frei kriegt und das Niveau vor einigen Wochen zurückholt, gilt ihm aber auch eine kleine Dankbarkeit.

      Unabhängig von meiner persönlichen Meinung, würde dann aber der größte Respekt an Hengen gehen.
      Er ist einfach volles Risiko gegangen und hat seinen eigenen Stuhl angesägt.
      Wenn es klappt, super und wenn es nichts wird, weiß man schon was passieren wird…

      Hätte er Antwerpen die 2 Spiele spielen lassen, wäre dieser vermutlich weg gewesen und niemand hätte über Hengen geredet.

      Schauen wir mal was das für ein Gegurke auf beiden Seiten am Freitag wird :)

      • The Wall

        Die Verfahrensweise mit der MA entlassen wurde, war mal wieder typisch FCK. Mein Dank gilt nach wie vor MA, der uns nicht nur vergangene Runde den Klassenerhalt ermöglicht hat, sondern auch für die überaus positive Entwicklung des Teams verantwortlich zeichnet. Schade, dass die Jungs nicht den direkten Aufstieg schafften (für mich immer noch ein Rätsel, was in den letzten drei Spielen, in denen vorging). Ob es Schuster wieder gelingt die Mannschaft "in die Spur zu bringen", bleibt abzuwarten. Die Rückkehr in die 2. Liga ist in unserer Situation eigentlich ein Muss!!

    • Muh87

      Wenn Schuster nun aufsteigt, dann ist er der Trainer, der die Relegation gewonnen hat. Antwerpen ist und bleibt der Trainer, der die Relegation erreicht hat für den FCK – völlig unabhängig davon wie das ausgeht, gehört ihm dafür auch gedankt.

      Dass Schuster 2. Liga kann, hat er mit seinem Schnitt von 1,4 und seinen Erfolgen mehrfach bewiesen. Da mach ich mir also wirklich keine Sorgen drum.

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