Schroers patzt und trifft: Furiosese Aachener drehen Spiel gegen Verl

Zum Abschluss des 1. Spieltags hat sich Alemannia Aachen mit 4:1 gegen den SC Verl durchgesetzt und einen vielumjubelten Auftaktsieg gefeiert. In einer äußerst intensiven Partie war es einmal mehr Mika Schroers, der im Mittelpunkt stand: Nachdem er mit einem haarsträubenden Fehler in der ersten Halbzeit die Gästeführung einleitete, sorgte der wechselwillige Angreifer mit einer Vorlage und einem eigenen Treffer für die Wende. Scepanik und Starodid machten in der Schlussphase alles klar.

Vogler nutzt Schroers-Fehler eiskalt aus

Beide Mannschaften hatten schon jetzt einen ereignisreichen Sommer mit einigen Transfers hinter sich. Dennoch schafften es bei der Alemannia nur zwei Neuzugänge in die Startelf: Trainer Mersad Selimbegovic brachte Offensivmann Starodid und Keeper Bajic, der Routinier Riemann auf die Bank verwies. Auf der Gegenseite war der Umbruch mit 14 Zugängen im Sommer sogar noch größer. Für den Auftakt setzte der neue Verl-Coach Orest Shala auf die Neulinge Schliek, Berner, Vogler, Yalcinkaya und Heike.

Im Duell der drittbesten gegen die beste Offensive der Vorsaison entwickelte sich von Beginn an ein intensives Spiel. Während es die Gäste über den gewohnte spielerischen Ansatz versuchten, schafften es die Hausherren immer wieder giftig dazwischen zu gehen – Tormöglichkeiten blieben zunächst allerdings aus. So sorgte lediglich die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Wagner für Aufsehen, für den Torsiello in die Partie kam (18.). Es blieb weiterhin chancenarm, bis Schroers mit einem Riesenfehler den SCV zu Führung einlud: Nach Zuspiel von Bagkalianis geriet der Angreifer im Zentrum unter Druck und verlor mit unzureichender Körperhaltung gegen Vogler den Ball, der wiederum vor Bajic cool blieb und zum 1:0 der Gäste einschob (22.).

Es dauerte keine 120 Sekunden, ehe Schroers seinen Fehler beinahe wieder gut machte, allerdings setzte er die Kugel aus halblinker Position knapp am rechten Pfosten vorbei. Dennoch blieb der TSV jetzt dran und hatte wiederum nur zwei Zeigerumdrehungen später erneut eine Riesenmöglichkeit. Diesmal war Starodid nach gewonnenem Laufduell frei durch, scheiterte mit seinem Lupfer aber letztlich an Gästekeeper Schliek. Aachen bemühte sich weiter um den Ausgleich, doch sowohl Ademi (30.) als auch Schroers (35.) und Starodid (37.) ließen die letzte Genauigkeit im Abschluss vermissen, sodass es mit der knappen und durchaus glücklichen Führung der Gäste in die Pause ging.

Schroers und Starodid mit Vorlage und Treffer

Mit Eze für Otto gingen die Gäste den zweiten Spielabschnitt an, der von Beginn an höchste Unterhaltung bot. Es dauerte gerade mal sieben Minuten, ehe Ademi mit der ersten Möglichkeit für den hochverdienten Ausgleich der Hausherren sorgte. Der 20-Jährige spielte zunächst einen mustergültigen Doppelpass mit Schroers, ehe er aus halbrechter Position trocken ins kurze Eck vollendete (52.). Gerade einmal 60 Sekunden später hatte die Alemannia sogar den Doppelschlag auf dem Fuß, Loune scheiterte aus kurzer Distanz aber an Schliek. Die Gäste versuchten nun selber durch schnelle Umschaltmomente für Entlastung zu sorgen, verpassten im Gegenzug durch Fotis Außennetz-Abschluss aber die erneute Führung knapp.

Die Aachener waren aber spätestens jetzt das klar überlegende Team und nutzten diese Phase, um das Spiel nach einer Stunde vollständig zu drehen. Nachdem Starodid von der linken Seite in den Strafraum eindrang, landete der Ball etwas glücklich bei Schroers, der aus kurzer Distanz abschloss und überlegt ins rechte Eck traf. Die Partie verflachte nun zunehmends, bot dennoch immer wieder Möglichkeiten auf beiden Seiten. Für die Gäste sorgte der eingewechselte Japaur nach Vorlage von Yalcinkaya für den ersten Abschluss seit geraumer Zeit, setzte die Kugel aber deutlich über den Kasten. Durch die Angriffsbemühungen der Verler boten sich nun immer mehr Räume für die Hausherren, die diese in der 82. Minute nutzten und das vorentscheidende 3:1 erzielten. Nach Flanke von Torsiello schloss Scepanik in vollem Lauf ab und ließ Gästekeeper Schliek keine Chance.

Die Verler versuchten noch einmal mit allen Mitteln für einen Anschlusstreffer zu sorgen, kassierten stattdessen aber sogar noch einen vierten Gegentreffer. Nach einem Fehlpass landete der Ball beim emsigen Starodid, der im Eins-gegen-eins cool blieb und sich mit dem Treffer zum 4:1-Endstand belohnte. Mit dem Auftaktsieg im Gepäck reisen die Aachener in der kommenden Woche zu Fortuna Köln. Der SC Verl empfängt ebenfalls am Samstag den MSV Duisburg, nachdem sie bereits am Mittwoch im Landespokal beim FC Kaunitz gefordert sind.

   

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