Schommers schwärmt vom FCK: "Einiges ist noch möglich"

Mit einer unvergleichlichen Siegesserie kämpfte sich der 1. FC Kaiserslautern spektakulär von der Abstiegszone in den Aufstiegskampf. Weil die Liga derartig eng beieinander liegt, wollte FCK-Cheftrainer Boris Schommers vor dem Restrunden-Auftakt gegen Kellerkind Großaspach keine genauen Ziele definieren – aber auch nichts ausschließen, denn am Betzenberg herrscht gute Stimmung.

Großaspach eine "Wundertüte"

Es läuft rund in Kaiserslautern, seit die Roten Teufel das Fußballspielen wieder für sich entdeckten und aus den letzten sechs Spielen des vergangenen Jahres gleich 16 Punkte holten. Daran angeknüpft, war auch die Wintervorbereitung ein voller Erfolg. "Ich kann zu 100 Prozent bestätigen. Es hat einfach alles gepasst im Trainingslager. Top-Bedingungen, Top-Hotel, Top-Platz. Selbst das Wetter hatte komplett mitgespielt", freute sich Cheftrainer Boris Schommers, dass es am Betzenberg aus sportlicher Sicht aktuell keinerlei Beschwerden gibt.

Selbst der verhältnismäßig große Kader von 23 Feldspielern blieb vollständig, das Verletzungspechs ereilte lediglich Neuzugang Hikmet Ciftci (muskuläre Probleme). Aber selbst der zentrale Mittelfeldspieler könnte für die Partie am Montag gegen Großaspach bereitstehen. Dass jetzt automatisch ein Sieg gegen den Drittletzten in der Tabelle erwartet wird, davon hält Schommers im Allgemeinen nicht viel: "Ich unterschätze sie keineswegs. Sie haben das Trainerteam gewechselt, sie sind also nicht so leicht auszurechnen. Das ist eine Wundertüte." Dass jeder jeden schlagen kann, habe die Liga zudem schon oft genug bewiesen.

Starker Teamgeist als Basis

Schommers tritt deshalb leicht auf die Euphoriebremse. "Bis hierhin ist es gut gelaufen, aber das gilt es am Montag zu bestätigen", wusste auch der Coach, dass gerade das Auftaktsspiel nach der Winterpause immer ein schweres Spiel bleibt. Erst danach wissen die Mannschaften, wo sie stehen. Und so macht es für den 41-Jährigen auch keinen Unterschied, ob zwei Drittel der Lautern-Fans dem FCK doch noch den Aufstieg in dieser Spielzeit zutrauen. "Einiges ist noch möglich und das freut mich sehr", fand Schommers klare Worte für die aktuelle Situation. Denn: "Vor drei Monaten hätte die Umfrage noch nicht so ausgesehen, jetzt schauen wir mal auf eine Umfrage in drei Monaten."

Angesichts des neuen Teamgeists in Kaiserslautern wird wohl niemand abstreiten, dass der FCK noch weiterhin zum Kandidatenkreis zählen wird. Und diesen neuen Spirit stärkte die Mannschaft im Trainingslager in Eigenregie. "Die Jungs hatten wirklich Spaß, auch außerhalb des Platzes", erzählte der Cheftrainer mit einem Grinsen im Gesicht, deutete aber nur am Rande an: "Wir hatten zwei Challenges, die hoffentlich intern bleiben, die waren sehr gut für den Teamprozess. Von daher war es einfach sehr erfreulich." Einen sogenannten Lagerkoller habe er im Trainingslager ohnehin noch nie erlebt und somit war sich Schommers auch sicher, dass sich inzwischen keiner mehr so schnell von Rückschlägen verunsichern ließe: "Die Mannschaft ist gefestigt." Am Montag soll vor heimischer Kulisse allerdings erst einmal der Auftakt gelingen.

   
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