Schmidt hadert nach Pleite: "Müssen mal wieder ein Tor schießen"

Nach der 0:2-Niederlage am Freitag gegen den 1. FC Magdeburg fand Türkgücü-Trainer Alexander Schmidt lobende Worte für den Gegner, war aber auch mit der Leistung der eigenen Mannschaft nicht wirklich zufrieden. Für den Aufsteiger war es saisonübergreifend die erste Niederlage nach 398 Tagen.

In der ersten Halbzeit unterlegen

Zwar erscheint ein Auswärtsspiel in der Magdeburger MDCC-Arena für einen Aufsteiger immer als eine harte Nuss, doch aufgrund des schwachen Starts der Heimmannschaft und der guten Leistungen Türkgücüs in den ersten Spielen rechnete sich der Aufsteiger durchaus Chancen aus. In der ersten Halbzeit aber gab es bereits kaum Zweifel, wer das Kommando in dem Spiel übernehmen wird. "In der ersten Halbzeit war es so, dass wir viel nachgelaufen sind. Der Gegner war sehr spritzig, quirlig, spielstark mit Jacobsen im Zentrum", befand Schmidt nach der Partie. 

Auch im eigenen Spiel bemerkte er Mängel: "Die Mittelfeldreihe hat zu nah an der Abwehr gestanden." Entsprechend sei es "zwangsläufig" gewesen, als der FCM in der 31. Spielminute durch Andreas Müller in Führung gegangen sei. Zwar sah der Übungsleiter durchaus Torchancen seiner Mannschaft, doch das habe nichts daran geändert, dass "wir verdient in Rückstand waren in der Halbzeit".

Schlechte Chancenverwertung, starker Youngster

In der zweiten Halbzeit habe die Elf von Türkgücü München etwas besser in das "kampfbetonte Spiel" gefunden. Dennoch machten die Magdeburger in der Schlussphase mit einem Treffer von Kai Brünker den ersten Saisonsieg klar. Nach neun Toren in den ersten drei Spielen blieben die Münchner nach dem vorherigen 0:0 gegen Wiesbaden in den letzten beiden Partien torlos. Ein Mangel, der auch Schmidt nicht entgangen ist: "Insgesamt muss man einfach mal wieder ein Tor schießen. Dass man dann hier eins bekommen kann, ist auch im Bereich des Möglichen – so war es dann." 

Trotzdem wolle er mit seinem Team "nicht zu hart ins Gericht gehen". So habe die Mannschaft "alles probiert". Sowohl  Furkan Kiricicek, dessen Schuss von Behrens pariert werden konnte, als auch Petar Sliskovic, der nach akrobatischem Einsatz am Außenpfosten scheiterte, blieb ein Treffer verwehrt. Auch Positives war festzustellen. "Gerade die Einwechslung von Omar Sijaric, der als junger Spieler für Betrieb gesorgt hat", erfreute den Trainer. Für mehr Freude sollten neben der Leistung des 18-Jährigen in den nächsten Spielen aber wohl wieder Tore her. Eine neue Chance gibt es am Dienstag, wenn Türkgücü München auf Mit-Aufsteiger Lübeck trifft.

   
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