"Schlüssel einfach nicht gefunden": HFC fehlt geistige Frische

Am Ende konnte der Gegner nur noch beglückwünscht werden: Nachdem der Hallesche FC die letzten sechs Partien ohne Niederlage blieb, ging die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt nach einem schwachen Auftritt gegen Würzburg als Verlierer vom Platz.

HFC läuft von Anfang an hinterher

Von Anfang an hatten die Gäste das Spiel in der Hand: "Wir haben uns viel überlegt, haben das System und die Formation verändert. Das hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, erzählte Fabian Baumgärtel nach dem Spiel gegenüber dem Vereins-TV. Erik Zenga schlug in die selbe Kerbe: "Wir kriegen erst keinen Zugriff, dann ein unglückliches Gegentor. Beim 0:1 war schon ein bisschen abzusehen, wie der Tag heute läuft."

Zur zweiten Hälfte stellte Halle um, doch auch das fruchtete nicht: "Wir hatten in der Halbzeit beschlossen, mehr über unsere Flügel zu kommen, aber auch das 0:2 zeigt, dass wir nie fehlerfrei im Aufbauspiel waren. Wir haben den Gegner stark gemacht“, stellte Trainer Schmitt nach der Partie fest. Gemeint war das hochverdiente 0:2 in der 63. Minute, das viel zu einfach zustande kam: "Das sind Fehler, die passieren uns nicht oft zur Zeit, aber heute sind sie leider zweimal passiert", befand Baumgärtel.

Geistige Frische hat gefehlt

Trotz des Anschlusstreffers, der bezeichnenderweise ebenfalls von einem Würzburger erzielt wurde, ging für Halle nicht mehr viel: Würzburgs Ahlschwede beförderte den Ball nach einem Lindenhahn-Freistoß zwar unglücklich ins eigene Netz, doch auch auf der anderen Seite trafen die Kickers nochmal: In der 88. Minute machte Bytyqi alles klar. Eine Leistung, vor der HFC-Trainer Schmitt letztendlich nur den Hut ziehen konnte: "Unterm Strich geht das Resultat auch in der Höhe so in Ordnung, weil Würzburg die klareren Chancen hatte und wir nicht den Schlüssel gefunden haben, das Spiel in unsere Bahnen zu lenken."

Die Spieler selbst sahen die Fehlerquellen auch in den kräftezehrenden vergangenen Wochen: "Die geistige Frische hat am Ende ein bisschen gefehlt. Sich da unten wieder rauszukämpfen hat Kraft gekostet. Das hat man in der ein oder anderen Situation gemerkt“, sagte Baumgärtel. Zenga bestätigte: "Man sollte keine Ausreden suchen, aber spritzig wirkten wir heute nicht." Vielleicht sieht das nächsten Sonntag gegen Preußen Münster schon wieder anders aus.

   
Back to top button