"Schlag ins Gesicht": CFC wehrt sich gegen Würzburg nicht

Eigentlich hatte der Chemnitzer FC zu Hause gegen die Würzburger Kickers seinen dritten Heimerfolg in Serie feiern wollen, am Ende setzte es aber eine deutliche 0:3-Niederlage. Ein herber Dämpfer im Abstiegskampf für die Himmelblauen, die nun punktgleich mit den Würzburgern auf Rang 14 stehen und schon am Freitag zum nächsten Abstiegskrimi nach Münster müssen.

"Das darf nicht sein und geht so einfach nicht"

Eigentlich hatte im ersten Durchgang noch alles auf ein Spiel auf Augenhöhe hingedeutet. Beide Mannschaften zeigten sich bemüht und ließen erkennen, dass sie sich nicht in ihrer eigenen Hälfte verstecken wollten. Heraus sprangen Möglichkeiten auf beiden Seiten, die größte aber für die Gäste aus Würzburg nach rund 38 Minuten, als CFC-Torhüter Kevin Kunz bei einem Distanzschuss von Kai Wagner sein ganzes Können zeigen musste.

Mit Wiederbeginn der Partie folgte dann aber der Niederschlag für die Chemnitzer. Innerhalb von fünf Minuten sorgten Simon Skarlatidis (51.) und Sebastian Schuppan (56.) mit ihren jeweils ersten Ligatreffern für Würzburg für die Vorentscheidung. In beiden Szenen stimme in der Chemnitzer Hintermannschaft die Zuordnung nicht, wodurch den Toschützen viel zu viel Raum gewährleistet wurde. Zur Halbzeit hatte Trainer Horst Steffen mit der Einwechslung von Janik Bachmann für den angeschlagenen Marc Endres (Achillessehnenprobleme) noch seine Abwehr umstellen müssen, als einzige Begründung für die Gegentreffer wollte er das aber nicht gelten lassen: "Natürlich ist durch den Wechsel etwas Unordnung entstanden. Nichtsdestotrotz, die Jungs die da jetzt gespielt haben, können das alle besser spielen", sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Rechtsverteidiger Fabio Leutenecker ärgerte zudem vor allem die ausbleibende Reaktion seiner Mannschaft nach dem Rückstand: "Wir haben uns viel zu wenig gewehrt danach, das darf nicht sein und geht so einfach nicht. Denn eigentlich war die Zeit ja auch noch da, dann müssen wir mutig weiterspielen." Stattdessen netzte nach 84. Minuten erneut Skarlatidis ein und sorgte für den 0:3-Endstand.

Gegen Münster ein anderes Gesicht zeigen

Die Fans forderten anschließend lautstark von der Mannschaft, dass sie endlich aufwachen solle. Eine Botschaft, die auch Mittelfeldspieler Julius Reinhardt vernahm: "Ich denke, dass wir uns alle bewusst sind, in was für einer Situation wir sind. Dass es jede Menge Kampfkraft, Geduld und was auch immer braucht um die Punkte zu holen, die wir brauchen."

Mit dem Spiel gegen Preußen Münster am Freitag steht der CFC auch schon vor der nächsten wichtigen Aufgabe. "Wir müssen das jetzt schnell abhaken. Das war echt ein Dämpfer und ein Schlag ins Gesicht für uns. Das wirkt ein bisschen nach und dementsprechend sind alle geknickt, auch in der Kabine. Das ist so, das wird so bleiben bis morgen oder übermorgen. Aber wir haben dann ein ganz wichtiges Spiel in Münster das ansteht, auf das wir uns konzentrieren und gut vorbereiten werden", ließ Steffen auf der abschließenden Pressekonferenz verlauten und versprach, dass seine Mannschaft in Münster noch einmal ein anderes Gesicht zeigen werde. Ansonsten dürfte auch ein weiterer tabellarischer Absturz folgen, der der sowieso schon unruhigen Atmosphäre in Chemnitz sicherlich nicht zuträglich wäre. Nach drei Niederlagen in den letzten vier Partien beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch zwei Punkte.

 
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