Schiele lobt die Reaktion: "Das spricht für die Mannschaft"

Eintracht Braunschweig ist wieder auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen. Durch den 1:0-Erfolg bei Borussia Dortmund II und noch einem Nachholspiel in der Hinterhand haben die Niedersachsen weiter eine gute Ausgangslage im Rennen um die zweite Liga. Ausschlaggebend für den Erfolg waren ein Freistoß und gute Defensivarbeit.

"Das spricht für die Mannschaft"

"Zack, zack, Tor – schön", so kommentierte BTSV-Coach Michael Schiele bei "MagentaSport" die entscheidende Szene des Montagabends. Behrendt hatte einen Freistoß schnell Richtung Jan-Hendrik Marx ausgeführt. Dieser spielte sofort auf Maurice Multhaup weiter, der BVB-Schlussmann Luca Unbehaun mit einem Schuss aufs kurze Eck überraschen konnte (26.). "Es war wichtig, das erste Tor zu machen", sagte der 25-Jährige, der somit in den vergangenen sechs Partien fünfmal getroffen hat.

Wichtig war die Führung nicht nur wegen des reinen Ergebnisses: Denn der BVB hatte "einen Tick defensiver gespielt als zuletzt", wie Schiele bemerkte. Damit wäre die Partie immer mehr zu einer Geduldsprobe für seine Mannschaft geworden, je länger die Null gestanden hätte. Und der Druck, wieder zu gewinnen, war bei den Niedersachsen da. Diese hatten vergangene Woche zu Hause gegen den 1. FC Saarbrücken verloren (0:2), zudem hatte die Konkurrenz am Wochenende schon vorgelegt. "Du nimmst die Ergebnisse mit", erklärte Schiele, dass die anderen Spielausgänge sehr wohl registriert werden. "Es hat etwas mehr gekribbelt also sonst. Wir mussten jetzt länger warten, bis wir spielen konnten, deshalb war es eine gute Reaktion, das spricht für die Mannschaft", lobte der 44-Jährige.

Krauße fehlt gegen den VfL

"Es war ein sehr schweres Spiel, ein schwieriger Platz, es gab viele lange Bälle", erklärte Multhaup die Probleme der Profis. Doch das "Kampfspiel" hätten die Braunschweiger auch etwas einfacher gestalten können. Denn kurz nach Wiederanpfiff scheiterte Lion Lauberbach an Unbehaun (47.). Acht Minuten später kam auch Multhaup nicht am Dortmunder Schlussmann vorbei. "In der zweiten Halbzeit müssen wir die Konter besser ausspielen." Schiele befand ebenfalls, dass sein Team früher hätte "den Sack zumachen können".

Auch wenn die Gastgeber gegen Ende des zweiten Durchgangs mehr Risiko eingegangen waren, so war bis auf einen Seitfallzieher von Antonios Papadopoulos nicht viel zu sehen (78.). Zu gut funktionierte die Achse mit Jannis Nikolaou und Robin Krauße im defensiven Mittelfeld sowie Michael Schultz und Behrendt im Abwehrzentrum. Das wird beim Nachholspiel am Samstag im Nachbarschaftsduell gegen den VfL Osnabrück allerdings nicht der Fall sein: Krauße kassierte seine fünfte gelbe Karte und wird gesperrt fehlen. "Es ist immer ärgerlich, wenn einer fehlt", sagte Schiele. "Bitter" sei es bei einem so zuverlässigen Spieler wie Krauße. Ihn wird Danilo Wiebe ersetzen: "Man sieht, dass er Ruhe hat, wenn er reinkommt", gab es schon vorab warme Worte vom Coach. Die wird es brauchen. Denn mit einem Sieg könnten die Braunschweiger wieder auf den dritten Rang klettern. Und mit einem Sieg mit mindestens drei Toren Differenz würde der BTSV sogar am 1. FC Kaiserslautern vorbeiziehen und wäre Zweiter.

   
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