Schicksalswoche für den FCK: Antwerpen will Reaktion sehen

Mit dem Heimspiel gegen den Halleschen beginnt für den 1. FC Kaiserslautern am Samstag (14 Uhr) eine Schicksalswoche, die mit den Partien gegen Zwickau (7. April) und Lübeck (10. April) noch zwei weitere direkte Duelle bereithält. Trainer Marco Antwerpen gibt sich im Vorfeld kämpferisch – und macht eine klare Ansage.

Sieg gegen Halle ist Pflicht

Eine "härtere Gangart" im Training hatte der FCK-Coach nach der 0:1-Pleite in Magdeburg angekündigt und den Worten während der Länderspielpause auch Taten folgen lassen: "Wir haben intensiver und häufiger trainiert", berichtete er auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. "Wir versprechen uns, dass wir die Defizite dadurch beheben können." Ob das gelungen ist, wird sich schon am Samstag zeigen. Feststeht: Einen derart schwachen Auftritt wie vor knapp zwei Wochen in Magdeburg kann sich der FCK im Abstiegskampf nicht mehr erlauben. "So können wir nicht weitermachen", fand auch Antwerpen klare Worte und forderte: "Wir wollen eine Reaktion von der Mannschaft sehen, um in die richtige Richtung zu gehen." Es gebe "kein Vertun" daran, "dass wir das Spiel gewonnen wollen."

Ein Sieg ist angesichts von bereits sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer eigentlich Pflicht. Wenngleich Antwerpen betont: "Entscheidend ist der 38. Spieltag. Da wollen wir auf einem anderen Tabellenplatz stehen." Um den Abstieg noch zu verhindern, benötigt der FCK aus den zehn ausstehenden Spielen wohl 20 Punkte – also mindestens sechs Siege. Eine Mammutaufgabe.

Antwerpen warnt vor Boyd

Inwiefern es personelle Änderungen gegenüber dem 0:1 beim FCM geben wird, ließ Antwerpen offen. "Wir entscheiden uns für die Mannschaft, die in der Lage ist, das Spiel zu gewinnen." Sicher ist nur, dass Hikmet Ciftci nicht spielen wird – der 23-Jährige erlitt einen Muskelbündelriss und wird den Roten Teufeln vorerst fehlen. Ersetzt werden könnte er durch Tim Rieder, dessen Position in der Abwehr von Felix Götze eingenommen werden könnte.

Während auch Carlo Sickinger (Muskelbündelriss), Dominik Schad (Wadenbeinbruch) und Lukas Gottwalt (Verrenkungsbruch des Sprunggelenks) fehlen, sind Nicolas Sessa (nach Muskelfaserriss) und Anas Bakhat wieder ins Training eingestiegen. Eine Option für die Partie gegen den HFC sind sie aber nicht. Derweil warnt Antwerpen vor Terrence Boyd, der für die Saalestädter in 26 Spielen 13 Tore erzielte. Allerdings ist noch offen, ob der Stürmer nach einem Muskelfaserriss rechtzeitig fit wird. "Wir gehen davon aus, dass er spielt", so Antwerpen.

Unterstützung der Fans

Wovon der FCK ebenfalls ausgehen kann, ist die Unterstützung der Fans: Die Anhänger wollen in der Westkurve motivierende Spruchbänder aufhängen. "Das können wir in der aktuellen Situation gut gebrauchen", dankte der FCK-Coach den Fans. Am Ablauf vor dem Spiel – etwa eine Übernachtung im Hotel – wird derweil nichts geändert: "Wir wollen keinen Aktionismus reinbringen", begründete Antwerpen. Ob die Mannschaft die geforderte Reaktion zeigen wird und damit ein Lebenszeichen sendet? Eine erneute Niederlage würde Kaiserslautern ein weiteres Stück Richtung Regionalliga bringen.

 
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