13. Februar 2018 um 13:48 Uhr

SC Paderborn: Auch Schonlau für ein Spiel gesperrt

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© imago/Kirchner

Nachdem am Montag bereits Torhüter Leopold Zingerle vom DFB-Sportgericht für eine Partie gesperrt wurde, ist nun auch klar, dass Sebastian Schonlau vom SC Paderborn ebenfalls für ein Spiel aussetzen muss.

SCP mit Einspruch erfolgreich

Das gab der DFB am Dienstag bekannt. Hintergrund ist die rote Karte gegen den 23-Jährigen am vergangenen Freitag beim Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt, als er in der 64. Minute mit Gegenspieler Nermin Crnkic zusammengeprallt war. Ursprünglich hatte der DFB eine Sperre von zwei Spielen gefordert, gab nun aber dem Einspruch des SC Paderborn statt. "Die TV-Bilder zeigen eindeutig, dass der Erfurter Spieler in Basti reinläuft. Der kann sich aber schlecht in Luft auflösen", begründet Manager Markus Krösche im "Westfalen-Blatt". Genau wie Zingerle fehlt Schonlau dem SCP damit beim anstehenden Spiel in Meppen. Für ihn wird Leon Fesser auf dem Platz stehen, Zingerle wird durch Michael Ratajczak vertreten werden.

 
  • irrlicht1979

    "Die TV-Bilder zeigen eindeutig, dass der Erfurter Spieler in Basti reinläuft. Der kann sich aber schlecht in Luft auflösen" … JA und NEIN!
    Klar, läuft der Erfurter in ihn herein, dem Ball aber auch in seiner Bahn hinterher. Der Paderborner macht noch zwei kleine Schritte, um ja sicher zu stehen, als Crnkic dem Ball nachjagt und die etwa sechs Meter zu ihm noch zurücklegt, und bleibt dem Erfurter zugewandt, während der Ball in seinem Rücken in Richtung Tor rollt. Diese Schritte hätte er ja auch nutzen können, um selbst dem Ball nachzugehen oder sich zumindest in seine Richtung zu drehen, damit es nicht ganz so offensichtlich nach Foul aussieht.
    Das Foul ist meines Erachtens unstrittig, die Meinung vom letzten Mann haben die Profis, ich als Laie nicht. Die Reduktion der Strafe ist in meinen Augen aber dennoch richtig, es war ja ’nur' ein Auflaufen lassen.

    • Phillip

      Nur so nebenbei. Ich hätte das nicht mal als rote Karte gegen Schonlau gesehen, aber es im Nachhinein mit solch einer billigen Argumentation zu schaffen die Sperre reduziert zu bekommen, das ist einfach lächerlich!

  • Phillip

    Entschuldigung, aber wie lächerlich ist denn das? Die TV-Bilder haben ebenfalls gezeigt, das Miatke in Erfurt klar zuerst von Crnkic getreten (!) wurde. Die Sperre für Miatke bleibt allerdings bei 2 Spielen? Hier wird mal wieder definitiv mit zweierlei Maß gemessen. Hauptsache der Absteiger mit Miesen von über 6 Mio am Ende der Saison kann sicher aufsteigen. Eine absolute Frechheit ist das!

    • irrlicht1979

      Also die TV-Bilder zeigen, dass beide sich beim Aufstehen mit den Beinen behakeln. Dabei schaut Crnkic weg und Miatke bewusst hin, als er den Erfurter tritt. Das Schupsen hinterher geschieht in voller Absicht und aktiv – eine klare Tätlichkeit.
      Wohingegen der Paderborner den Erfurter ’nur' auflaufen ließ, sich zwar klar gegen ihn positionierte. Er attackierte ihn also nicht aktiv, sondern blieb nur stehen, ging weder dem Ball hinterher noch dem Erfurter aus dem Weg.

      • Phillip

        Hast du Tomaten auf den Augen? Welchen Zweikampf hast du bitte beobachtet? Crnkic tritt klar und erkenntlich (er schaut Miatke vorher auch an dabei) nach Miatke und nicht anders herum. Dieser fällt darauf hin. Wenn dieses Schubsen (natürlich hätte er das bleiben lassen müssen) eine klare Tätlichkeit sein soll, dann müssten zu jeder Rudelbildung 2-3 Spieler vom Platz fliegen. Lächerlich die Argumentation. Normalerweise müsste Miatkes Sperre um ein Spiel reduziert und Crnkic nachträglich dafür gesperrt werden. Aber hier komnmt ja wieder die Tatsachenentscheidung ins Spiel, die unerkannte Übertäter im Nachhinein sogar noch schützt.