RWE-Moral wird nicht belohnt: Klewin enttäuscht

Die Moral bei Rot-Weiß Erfurt hat gestimmt, doch am Ende gab es bei der 1:3-Niederlage gegen den Karlsruher SC keine Punkte. Somit bleiben die Thüringer Tabellenletzter und bei einem Spiel weniger elf Punkte hinter dem ersten Nicht-Abstiegsplatz.

RWE verschläft die Anfangsphase

RWE ging als Außenseiter in die Partie gegen Karlsruhe, das von Ex-Trainer Alois Schwartz trainiert wird, hoffte aber auf seine Chance, wie zuletzt gegen Magdeburg und Paderborn einen Überraschungssieg feiern zu können. Doch die Hoffnungen bekamen nach zwölf Minuten den ersten Dämpfer, als Schleusener nach Flanke im Fünfmeterraum völlig alleingelassen wurde und unbedrängt zur Führung köpfte. Auch beim 0:2 – nur sieben Zeigerumdrehungen später – sah die RWE-Defensive wieder schlecht aus, als Gordon aus Nahdistanz einnetzte. Zu diesem Zeitpunkt drohte den Thüringern ein Debakel!

Torwart Philipp Klewin zeigte sich nach dem Spiel bei "Telekom Sport" dementsprechend enttäuscht von seinen Vorderleuten: "Wir müssen die Gegentore ansprechen und mit jedem einzelnen hart ins Gericht gehen. Das macht keiner mit Absicht, aber das häuft sich leider. Wir schaffen es nicht, über 90 Minuten unsere Leistung abzurufen. Das fällt uns seit Wochen auf die Füße. In der ersten Halbzeit haben wir in den entscheidenden Momenten geschlafen. Dann wirst du von so einer Mannschaft bestraft."

KSC lässt Erfurt hoffen

Immerhin rappelte sich das Team von Trainer Stefan Emmerling auf, verkürzte nach einem Kopfballtor durch Elias Huth auf 1:2, schöpfte wieder neuen Mut. Vor allem Dank der mangelnden Chancenverwertung der Gäste blieb die Partie lange offen und spannend, Erfurt konnte sich einige Chancen herausspielen, so traf Tugay Uzan nach Flanke von Luka Odak nur die Latte (62.), kurz darauf scheiterte Huth an KSC-Torwart Uphoff. Klewin: "Wir haben es noch einmal spannend gemacht, aber der KSC ist so abgezockt, da ist nichts zu holen. "

Am Ende war es ein vergebliches Anrennen, denn der Zweitliga-Absteiger entscheid die Partie nach einem Konter in der Schlussminute endgültig. Wieder war Schleusener zur Stelle. Emmerling: "Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte verloren. Da waren wir nicht bereit, in die Zweikämpfe zu kommen, waren zu weit weg vom Gegner. Was möglich gewesen wäre, haben wir in der zweiten Halbzeit gesehen. Wir waren besser, aktiver und präsent, hatten Möglichkeiten, um zum Ausgleichstreffer zu kommen. In der zweiten Halbzeit war es ein Auftritt, wie wir es über 90 Minuten erwartet haben."

Klewin: Kämpfen bis zum bitteren Ende

Zehn Spiele bleiben RWE nun noch, um die mindestens elf Punkte (es droht weiterhin der Punktabzug durch den DFB) aufzuholen. Trotz des erneuten Rückschlags ist der Glaube zumindest öffentlich noch da, wie Klewin bestätigt: "Wir wollen bis zum bitteren Ende alles geben, für das Umfeld, die Fans noch mal alles reinwerfen. Es drückt uns auch als Spieler auf die Seele. Die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht schaffen wir das Wunder von Erfurt." Dazu muss Rot-Weiß bereits am Freitag beim Vierten aus Wiesbaden gewinnen…

 

   
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