RWE: Einigung im Mietstreit – Westtribüne ab Sommer gesperrt

Der wochenlange Streit zwischen Rot-Weiß Erfurt und der Arena GmbH um die Miete für das Steigerwald ist beendet. Wie die "Thüringer Allgemeine" berichtet, einigten sich beide Seiten auf eine jährliche Miete von mindestens 275.000 Euro – zunächst stand eine Summe von 570.000 Euro im Raum. Unterdessen wird die Westtribüne mit Beginn der neuen Saison gesperrt.

RWE kann DFB-Bedingung erfüllen

"Die Verhandlungen waren hart, aber beide Seiten haben stets nach einem wirtschaftlich fairen Kompromiss gesucht", freut sich RWE-Präsident Rolf Rombach über die Einigung, die am 10. Mai noch vom Stadtrat bestätigt werden muss. Mit dem unterschriebenen Pachtvertrag kann Rot-Weiß Erfurt nun eine notwendige DFB-Bedingung für die Drittliga-Zulassung der kommenden Saison erfüllen. Der Grundbetrag von 275.00 Euro pro Saison könnte unterdessen aber noch steigen, sofern mehr Zuschauer zu den Heimspielen kommen.

Westtribüne wird saniert

Auf der Westtribüne, die im Rahmen des Stadionumbaus in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist, werden die Fans ab der kommenden Saison aber vorerst nicht mehr Platz nehmen können. Grund dafür ist eine aufwendige Sanierung in den Katakomben, wo Mängel in der Elektrik, in den Sanitär- und Lüftungsanlagen sowie in den Umkleidekabinen festgestellt worden sind. Bereits im Herbst 2015 musste ein neues Brandschutzkonzept entwickelt und die Kanalisation unter der über 20 Jahre alten Tribüne zum Teil erneuert werden. Die Baukosten des Stadions erhöhten sich so von 39 auf 46 Millionen Euro. Laut der "Thüringer Allgemeinen" sei jedoch auch ein vollständiger Abriss und Neubau denkbar. Im Raum steht eine Summe von 5,7 Millionen Euro, sodass sich die Gesamtkosten auf über 50 Millionen Euro erhöhen würden.

 

   
Back to top button