Rücktritt für Giannikis keine Option: "Das wird nicht passieren!"

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Mit dem Sieg der Braunschweiger Eintracht ist der VfR Aalen am Montagabend auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Vorerst, denn eine Nachholpartie gegen die SpVgg Unterhaching steht noch aus. Ob Trainer Argirios Giannikis diese noch bestreiten darf, wird wohl auch vom Ergebnis gegen den SV Meppen abhängig sein. Aufgeben ist keine Option.

Elf knappe Spiele – aber sieglos

"Wenn man das Ultimatum sieht, ist es wohl ein richtungsweisendes Spiel für mich…", so VfR-Coach Argirios Giannikis gegenüber der "Schwäbischen Post" über die Partie gegen den SV Meppen am kommenden Sonntag. Besagtes Ultimatum des Präsidiums lautet, dass Aalen aus den ersten drei Spielen nach der Winterpause vier Punkte holen sollte. Giannikis hat mit diesem Ultimatum weniger ein Problem, als mit der öffentlichen Trainerdiskussion im Allgemeinen: "Das ist alles andere als förderlich." Weiter sehe er "keine Anzeichen, dass die Mannschaft dem Trainer nicht mehr folgt oder schlechten Fußball spielt."

Unrecht hat der gebürtige Nürnberger damit nicht. Zwar konnte sein Team in den letzten Elf Partien keinen Sieg mehr einfahren, gleichzeitig aber war die 0:2-Niederlage in Uerdingen bereits die deutlichste Niederlage – und selbst die war knapp. "Ich fühle mich von meinem Team nicht im Stich gelassen", erkennt daher auch Giannikis, dass seine Mannschaft die Qualität habe "und unser Weg der richtige ist." Stellt sich nur die Frage nach der verbleibenden Wegstrecke.

Anders als bei Essen

43 Punkte seien nötig, um den Klassenerhalt zu sichern. Dazu bräuchte das Team von Giannikis im Schnitt 1,53 Punkte aus den restlichen 17 Partien, um diese Marke noch zu erreichen. "Das traue ich uns absolut zu", habe der Coach seiner Mannschaft auch nach der Last-Minute-Niederlage in Würzburg eingetrichtert. Mit jedem weiteren Spiel ohne Dreier könnte das aber bald die Aufgabe eines anderen Coaches werden, Giannikis gibt sich jedoch kämpferisch.

Fans von Rot-Weiss Essen werden sich erinnern, dass der langjährige Co-Trainer von Markus Kauczinski bei seiner ersten Station als Cheftrainer freiwillig von seinen Ämtern zurückgetreten war. Nach nur 13 Spielen und einem Punkteschnitt von 1,62 Zählern pro Partie, war Giannikis' Zeit im Ruhrpott beendet. "Dort wurde ich persönlich angefeindet, und die Mannschaft hat darunter gelitten", erzählt der 38-Jährige aus seinen Erfahrungen. Und tatsächlich war die Situation seinerzeit eine völlig andere: Zwar verlor Giannikis seine letzte Partie als RWE-Coach mit 1:2 gegen Rödinghausen, führte seine Mannschaft zuvor allerdings auf einen soliden neunten Platz. Sein Wechsel zum VfR Aalen war zu diesem Zeitpunkt bekannt geworden. Einen weiteren Rücktritt in seiner noch jungen Trainerkarriere schloss Giannikis, der weiterhin von seinem Team felsenfest überzeugt ist, daher aus: "Das wird nicht passieren!"

   

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