Rückt RWE in Dresden nochmal ran? "Noch ist nichts verloren"

Die Hafenstraße wurde in der vergangenen Woche vom SSV Ulm 1846 (0:2) eingenommen. Bei Rot-Weiss Essen geht der Blick aber schon wieder nach vorne. Nun ist die Mannschaft von Christoph Dabrowski, der am Morgen vor der Spieltags-Pressekonferenz seinen Vertrag verlängerte, wieder auf fremden Rasen gefordert. Es geht zur SG Dynamo Dresden (Samstag, 14 Uhr).

Liste der Ausfälle wächst an

Christoph Dabrowski ist der Mann der Stunde bei Rot-Weiss Essen. Der Cheftrainer, der in der vergangenen Saison bei vielen Fans in der Kritik stand, hat eine Mannschaft mit Potential geformt. Im Rennen um die Spitzenplätze erlitt RWE jedoch einen Rückschlag gegen Ulm. Die Enttäuschung war da, doch Dabrowski blickte voraus. "Man darf sich nicht zu lange von einer Niederlage frustrieren lassen. Man muss Optimismus ausstrahlen", gab der 45-Jährige vor. Die Vertragsverlängerung bis 2026 darf auf jeden Fall als Zeichen für die Zukunft gewertet werden.

Und auch in der aktuellen Lage sei "nichts verloren". In einer guten Saison habe RWE immer noch die Möglichkeit, sichern zu verbessern und Punkte zu sammeln". Dass der Relegationsplatz nun fünf Zähler entfernt ist, spielte für Dabrowski erst einmal keine Rolle. Viel eher war der Cheftrainer auf sein Personal fokussiert, das ihm für eine schwierige Aufgabe bei der SG Dynamo Dresden zur Verfügung stand. Neben Sandro Plechaty (Innenbandriss) und Ekin Celebi (Schulterverletzung) werden auch Jose-Enrique Rios-Alonso (Gelbsperre), Eric Voufack (Syndesmosebandanriss), Ahmed Etri (Grippe) und Kapitän Vinko Sapina (Aufbautraining) fehlen. Ein Fragezeichen stand hinter Fabian Rüth (muskuläre Probleme), während Lucas Brumme wieder uneingeschränkt trainieren konnte.

"Die geilsten Spiele"

Wie geht der Cheftrainer nun mit der Personalsituation in einem ohnehin dünnen Kader um? "Wir haben ein paar Ideen im Kopf. Die Spieler, die da sind, werden nach Dresden fahren und versuchen, dieses Highlight-Spiel anzunehmen und den Gegner wieder zu ärgern", so Dabrowski. Spiele vor ausverkauftem Haus seien schließlich "die geilsten Spiele", in denen eine Überraschung durchaus möglich ist. Zumal sich RWE, das von 2.500 Fans begleitet wird, zuletzt auch in Regensburg mit einem Sieg belohnte. "Ausfälle und Sperren gehören in einer Saison dazu. Es ist unsere Herausforderung, immer wieder neue Konstellationen für den Erfolg zu finden. Es ist immer die Chance für jemand anderen", so Dabrowski.

Nur spielt RWE nach Ansicht des Coaches nicht gegen irgendwen. "Ich sehe Dresden vom Potential und fußballerisch als beste Mannschaft der Liga. Das zeigen sie auch in jedem Spiel, obwohl die Ergebnisse zuletzt nicht immer erfolgreich waren", hielt Dabrowski fest. Dresden wird gegen RWE wieder zurück in die Spur finden wollen, um die Vorsprung im Aufstiegsrennen nicht zu verlieren. Gleichzeitig ist es für die Essener die Chance, sich im Erfolgsfall wieder heranzutasten. Die Perspektive, dass sich der Revierklub noch entwickeln könne, war Dabrowski immerhin schon in den Vertragsverhandlungen aufgezeigt worden.

   
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