Rotationen zahlen sich aus: Zwickau besiegt Bayreuth 2:0

Am Montagabend gelang dem FSV Zwickau die Rehabilitation für die harte 0:5-Pleite gegen die SV Elversberg. Beim 2:0 gegen den Aufsteiger aus Bayreuth zahlten sich dabei die Änderungen gegenüber der Vorwoche aus, da Ronny König und Dominic Baumann einmal mehr ihre Torgefahr unter Beweis stellten. Die Oberfranken kamen erst im zweiten Durchgang auf Betriebstemperatur, mussten die Begegnung nach einer – zumindest zweifelhaften – roten Karte gegen Dennis Lippert aber in Unterzahl beenden. 

Zwickaus Rotationen zahlen sich sofort aus

Erstmals trafen der FSV Zwickau und die SpVgg Bayreuth in einem Pflichtspiel aufeinander, beide Teams kamen dabei mit unterschiedlichen Erfahrungen aus der vergangenen Woche zusammen. Während die Schwäne beim 0:5 gegen die SV Elversberg eines ihrer schwächsten Drittliga-Spiele der Vereinsgeschichte gezeigt hatten, feierte Bayreuth mit dem 1:0 über den VfL Osnabrück den ersten Sieg in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Dennoch nahm Trainer Thomas Kleine zwei Veränderungen an seiner Startelf vor und setzte auf Luke Hemmerich und Daniel Steininger anstatt auf Tobias Weber und Tobias Stockinger. Beim FSV gab es gleich doppelt so viele Wechsel: es begannen Neuzugang Filip Kusic, Max Jansen, Dominic Baumann und Ronny König für Robin Ziegele, Jan Löhmannsröben, Yannik Möker und Johan Gomez.

Und die Rotationen beim Team von Joe Enochs schienen sofort zu fruchten. Nach einer nur unzureichend geklärten Ecke legte König für Kusic ab, der das Tor mit seinem Versuch aus zehn Metern knapp verfehlte (2.). Besser machte es wenig später der Routinier selbst. Einen von Patrick Göbel in die Mitte gelöffelten Freistoß bugsierte König in seinem 250. Drittligaspiel mit dem Schienbein ins Bayreuther Tor und brachte die Schwäne dadurch mit 1:0 in Führung (10.). Nur zwei Minuten später verhinderte Sebastian Kolbe im Tor der Gäste mit einer Parade im Eins-gegen-eins mit Baumann dann den möglichen Doppelschlag der Gastgeber (12.), die aber auch so das bestimmende Team blieben und alles im Griff zu haben schienen.

Can Coskun fand mit einem Schuss aus wenigen Metern zwar in Kolbe seinen Meister, Baumann stand aber goldrichtig, staubte per Kopf ab und durfte nun doch noch über das 2:0 jubeln (25.). Erst danach wurde es auch mal auf der Gegenseite kurzzeitig etwas gefährlich, als Hemmerich einen Freistoß aus zentraler Position nur haarscharf neben den rechten Pfosten setzte (28.). Ansonsten kam von den Gästen aber nicht wirklich viel in der Offensive, zudem musste auch noch Edwin Schwarz kurz vor der Halbzeitpause verletzt ausgewechselt werden und wurde durch Tobias Weber ersetzt (39.).

Rote Karte gegen Bayreuth in deren Drangphase

Zurück auf dem Platz wollte Bayreuth nach der Halbzeit noch einmal ein anderes Gesicht zeigen und spielte tatsächlich etwas besser mit. Die erste Chance besaßen trotzdem die Gastgeber, wobei Jansen bei einem Schuss aus der Distanz doch deutlich zu hoch zielte und den Ball über die Querlatte jagte (55.). Auf der anderen Seite machte es Alexander Nollenberger insofern besser, dass er es aus 25 Metern mit einem Flachschuss probierte und Brinkies damit zu einer starken Parade zwang (64.). Bayreuth war nun endgültig im Spiel angekommen, machte es sich sogleich aber wieder selbst schwer. Bei einem Konterversuch von Zwickau sprang Dennis Lippert ungestüm in Mike Könnecke rein und sah von Schiedsrichter Patrick Hanslbauer dafür die rote Karte (65.) – eine allerdings mehr als harte Entscheidung, da er nicht letzter Mann war.

Der kurz zuvor eingewechselte Gomez hatte dann die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte alleine vor dem Bayreuther Tor aber an Kolbe (72.). Die Gäste versuchten somit weiterhin alles, um vielleicht noch einmal heranzukommen und hatten durch Weber die Chance dazu, dessen Kopfball Brinkies aber per Hechtsprung klärte (75.). In der Folge ähnelten sich die Bilder: Die Spielvereinigung rannte an und Zwickau nutzte den sich dadurch ergebenden Platz für Konter, die aber nie wirklich vernünftig zu Ende gespielt wurden. Somit blieb es letztlich beim 2:0 für den FSV Zwickau, der nach drei Niederlagen am Stück wieder einen Sieg feiern kann.

Die Schwäne stoppen damit ihre Talfahrt, klettern in der Tabelle auf Rang zwölf und könnten am kommenden Samstag (14 Uhr) gleich nachlegen, wenn es zum Schlusslicht aus Verl geht. Bayreuth rutscht hingegen wieder unter den Strich, ist nun 18. und bekommt es am nächsten Spieltag mit dem Tabellennachbarn (19.) und Mitaufsteiger Rot-Weiß Essen zu tun.

 

 
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