Rot-Weiß Erfurt: Finanzielle Sorgen werden nicht kleiner

Auch wenn der FC Rot-Weiß Erfurt die Nachlizenzierung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erfolgreich durchlaufen hat, sind die finanziellen Sorgen nicht kleiner geworden. Im Gegenteil. In der "Bild" schlägt Präsident Rolf Rombach Alarm.

"Wenn wir das nicht schaffen, dann war es das"

"Wir müssen nächste Saison den Etat erhöhen. Wenn wir das nicht schaffen, dann war es das. Dann werden wir die Liga nicht halten können", spricht Rombach Klartext. Was den Thüringern besonders zu schaffen macht, sind die hohen Kosten bei den Heimspielen. Laut dem 63-Jährigen sind beim letzten Auftritt vor heimischer Kulisse gegen den FSV Frankfurt, der nur von 3.891 Zuschauern besucht worden war, allein über 20.000 Euro in den Sicherheitsdienst geflossen. Zudem schlage die Miete einer Musikanlage bei jedem Heimspiel mit 2.000 Euro zu Buche. "Das ist doch alles Wahnsinn", sagt Rombach und rechnet vor: "Nimmt man nur den Spieltag, können wir froh sein, dass wir plus minus null rausgehen. Und das kann es nicht sein."

Ausgliederung der Profiabteilung als Lösung?

Bisher ist das neue Steigerwaldstadion also eher Fluch als Segen – zumindest beim aktuellen Zuschaueraufkommen. Dabei hatte Rombach noch im Dezember auf der Mitgliederversammlung betont: "Wir blicken jetzt endlich freudig in die Zukunft. Ab jetzt geht es aufwärts". Doch nachdem das Minus von 1,3 Millionen Euro in der Saison 2015/16 den Schuldenberg auf nunmehr 5,3 Millionen Euro anwachsen ließ, blicken die Verantwortlichen wohl nicht mehr so freudig in die Zukunft. Die Lösung könnte die Ausgliederung der Profiabteilung sein. Im März will RWE seine Mitglieder im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber informieren – und damit wichtige Weichen für die Zukunft stellen.

   
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