Erfurt will gegen den nächsten Tabellenführer überzeugen

Der FC Rot-Weiß Erfurt empfängt nach der Länderspielpause am Samstag (Anpfiff 14 Uhr; live im liga3-online.de-Ticker) den Tabellenführer 1. FC Heidenheim. Die auf Rang sechs liegenden RWE-Spieler empfangen bereits zum zweiten Mal den amtierenden Spitzenreiter der Saison im heimischen Steigerwaldstadion und wollen nach dem Sieg gegen Wiesbaden (3:0) auch gegen die Mannen von Frank Schmidt überzeugen. Beide Mannschaften verloren ihr letztes Spiel und sind auf Wiedergutmachung aus.

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Erfurt will Heimstärke unter Beweis stellen

Die Spieler von Trainer Walter Kogler präsentierten sich mit zuletzt drei Siegen aus drei Heimspielen als sehr heimstark und wollen mit der Unterstützung der eigenen Fans auch den Tabellenführer aus Heidenheim schlagen, um sich wieder in die Spitzengruppe der Tabelle zu schieben und den Abstand auf die Württemberger auf drei Zähler zu verkürzen. Dabei haben die Thüringer Landeshauptstädter mit einigen personellen Problemen zu kämpfen. Mit Rafael Czichos fällt einer der Leistungsträger der Defensive mit einer Oberschenkelzerrung aus. Kogler wird seine Defensive umbauen müssen, Luka Odak auf die linke Seite befördern und Niklas Kreuzer auf rechts einsetzen. Der Einsatz von Aykut Öztürk, der wie sein Trainer von liga3-online.de vor dem Anpfiff für die Leistungen im Monat September geehrt wird, ist fraglich. Der Linksaußen verletzte sich beim Aufwärmen vor dem Landespokalspiel in Gera am vergangenen Samstag und ist noch nicht zu 100 Prozent fit. Neben dem länger ausfallenden Simon Brandstetter wird das Team wohl auch ohne Morten Nielsen auskommen müssen, der unter der Woche über Probleme der Oberschenkelmuskulatur klagte. Kapitän Nils Pfingsten-Reddig könnte wieder im Sturm eingesetzt werden. Auf seiner angestammten Position im Mittelfeld würde dann Kevin Möhwald spielen, der unter der Woche bei der U20-Nationalmannschaft verweilte, wo er zu zwei Einsätzen kam. "Das war ein tolles Erlebnis", sagte er und würde sich freuen "demnächst mal wieder in der Nationalmannschaft spielen" zu können. Der Fokus liegt jetzt jedoch auf der kommenden schweren Heimaufgabe.

 Heidenheim mit Respekt, aber ohne Angst

Heidenheims Coach Frank Schmidt weiß um die Heimstärke der Erfurter: "Wenn man zu Hause in sechs Spielen dreizehn Tore schießt und nur fünf bekommt, zeigt das, dass eine gute Mannschaft auf uns zukommen wird", sagte der 39-Jährige, der seit 2007 Coach beim FCH ist. Zuletzt musste das Team durch eine 0:2-Heimniederlage gegen RB Leipzig einen Dämpfer hinnehmen, hat jedoch vier Punkte Vorsprung auf den Verfolger aus Darmstadt. "Für uns ist wichtig, dass wir wieder zu dieser Defensivstärke zurückfinden, die es dem Gegner nicht leicht macht zum Torerfolg zu kommen. Da haben wir zuletzt gepatzt, das wissen wir", analysierte Schmidt die zuletzt gezeigten Schwächen seines Teams und fügte an: "Wir wollen jetzt weniger mit Worten, sondern vielmehr mit Taten zurückfinden." Die auswärtsstärkste Team der Liga (sechs Spiele, 13 Punkte) muss gegen Erfurt neben dem Langzeitverletzten Timo Beermann (Reha nach Kreuzbandriss) auch auf Ingo Feistle verzichten, der sich einen Beugesehnenabriss zuzog. Stürmer Smail Morabit fehlte am Dienstag krankheitsbedingt, meldete sich am Mittwoch aber bereits wieder fit zurück und wird gegen seinen Ex-Verein wohl spielen können.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Kreuzer, Kleineheismann, Laurito, Odak – Göbel, Möhwald, Engelhardt, Öztürk – Pfingsten-Reddig, Tunjic

1. FC Heidenheim: Sabanov – Strauß, Göhlert, Wittek, Heise – Griesbeck, Reinhardt, Titsch-Rivero – S. Sökler, Schnatterer – Niederlechner

 

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   

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