Rot-Weiß Erfurt schlägt Osnabrück und setzt sich oben fest

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat das Spitzenspiel der dritten Liga gegen den VfL Osnabrück mit 3:1 gewonnen. Die Tore für Erfurt schossen Laurito (27.), Pfingsten-Reddig per Foulelfmeter (57.) und Rafael Czichos (76.). Für die Gäste erzielte Adriano Grimaldi den zwischenzeitlichen Ausgleich (45+2.). Mit dem Sieg schoben sich die Erfurter wieder auf Rang drei, der VfL steht auf Platz sieben, hat aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

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RWE-Coach Walter Kogler nahm in der Startformation seiner Mannschaft eine Änderung vor. Der etatmäßige Kapitän Nils Pfingsten Reddig ersetzte Patrick Göbel und war überraschenderweise im Sturm neben Mijo Tunjic zu finden. Andreas Wiegel rutschte auf die rechte Außenbahn. Maik Walpurgis wechselte im Vergleich zum Spiel gegen Leipzig auf vier Positionen. Neumann, Merkens, Blum und Ornatelli kamen für Stadel, Hohnstedt, Spann und Zenga in die Partie. Zudem setzte Walpurgis mit Grimaldi nur auf eine echte Spitze.

Osnabrück besser, Erfurt schießt das Tor

Das Spiel begann sehr abwartend, beide Teams waren zunächst darauf bedacht, keine Fehler zu machen. Viele lange Bälle wurden geschlagen, die ihre Ziele nicht fanden. Bei Ballbesitz der Erfurter attackierten die Gäste schnell und ließen vor allem die offensivstarken Flügel der Hausherren nicht ins Spiel kommen. Die erste richtig gute Gelegenheit des Spiels hatten die "Lila-Weißen". Nach einer Flanke von Ornatelli stand Grimaldi im Sechzehner völlig frei, traf den Ball jedoch nicht richtig mit dem Kopf und ließ so eine gute Chance zur Führung aus. Nur fünf Minuten später war es wieder der Stürmer der Gäste, der die Führung dieses Mal auf dem Fuß hatte, aber am Innenpfosten scheiterte, Klewin wäre ohne Abwehrmöglichkeit gewesen.

Praktisch im Gegenzug schossen die Erfurter das 1:0. Nach einem Eckball bekamen die Gäste den Ball nicht geklärt. Öztürk flankte in die Mitte, wo Laurito ungestört zur Führung einnetzen konnte (27.). Nach dem Tor beruhigte sich die Partie, die Osnabrücker kamen erst in Minute 37 durch einen Fernschuss nochmals zu Torgefahr. Der Schock des Gegentreffers war ihnen anzumerken. In Minute 39 hatte Tunjic die große Chance, das Ergebnis auf 2:0 zu erhöhen. Alleine auf Heuer Fernandes zulaufend, wollte er diesen umkurven, wurde aber zu weit abgedrängt. Als Zuschauer und auch die Erfurter Spieler bereits mit den Gedanken in der Kabine waren, schlug Grimaldi in der Nachspielzeit zu und erzielte den Ausgleich. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß aus der Hälfte der Gäste schlief die Erfurter Defensive, sodass der Stürmer von der Strafraumgrenze aus ungestört ins lange Eck einschießen konnte.

Pfingsten-Reddig bringt RWE auf die Siegerstraße

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste das präsentere und bessere Team, nutzten den Schwung des späten Ausgleichstreffers. Jedoch waren es die Hausherren, die zur ersten Möglichkeit kamen. Nach einem Schuss von Öztürk lief Feldhahn in den Ball und zwang seinen eigenen Torhüter zu einer Glanztat. Nur fünf Zeigerumdrehungen später zeigte Schiedsrichter Christian Dietz auf den Punkt und gab Strafstoß für RWE, nachdem Öztürk zu Fall gebracht wurde. Pfingsten-Reddig ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zur erneuten Führung (57.). Im Anschluss blieb die Partie weiterhin spannend, das Walpurgis-Team gab sich nicht auf, war aber vor dem Tor zu harmlos. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende machte Czichos dann alles klar. Nach einem tollen Pass von Kevin Möhwald blieb der 23-Jährige ganz cool und hämmerte das Spielgerät unter die Latte (76.). Fünf Minuten vor dem Abpfiff bekamen die Erfurter nach einem Handspiel von Pisot den zweiten Elfmeter des Tages zugesprochen. Da Pfingsten-Reddig mittlerweile ausgewechselt wurde, trat Marco Engelhardt an, scheiterte aber am VfL-Schlussmann. Für den negativen Schlusspunkt des Spiels sorgte Feldhahn, der nach einem Frustfoul an Tunjic mit glatt rot vom Platz musste. Am Ende blieb es beim 3:1-Heimsieg der Koller-Truppe.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi

   
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