Rot-Weiß Erfurt: Fehlstart in Dresden vermeiden

Ein Punkt aus zwei Spielen – so lautet die Startbilanz von Rot-Weiß Erfurt. Teilweise unglücklich wie in Magdeburg, teilweise aber auch spielerisch dürftig wie gegen den SV Wehen Wiesbaden präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Christian Preußer, die nun vor dem Gastspiel am Donnerstag bei Dynamo Dresden (20.30 Uhr, live im MDR und im Ticker bei liga3-online.de) bereits ein wenig unter Druck steht. Punktlos sollten die Rot-Weißen nicht zurück nach Thüringen kehren, sonst droht der Absturz auf die unteren Ränge.

Dass es für Preußer und Co. dabei ausgerechnet zum Favoriten der Liga nach Dresden geht, macht die Sache nicht wirklich leichter. "Die Atmosphäre wird noch besser sein, es werden noch mehr Zuschauer vor Ort sein“, freut sich der Cheftrainer der Steigerwäldler auf der Spieltagskonferenz und stellt gleichzeitig fest: "Dass Dynamo Dresden als Favorit in die Partie gehen wird, versteht sich von selbst. Wir wollen das Spiel natürlich trotzdem nicht punkt- und kampflos herschenken, auch wenn Dresden das erste Heimspiel ziemlich beeindruckend gewonnen hat.“

Bichler fällt nach Platzverweis aus

Personell ist speziell die Lage in der Offensivabteilung zugespitzt: Mit Florian Bichler fällt ein Akteur nach dem berechtigten Platzverweis gegen Wehen Wiesbaden für die kommende Begegnung sicher aus, Okay Aydin verletzte sich derweil im Landespokal-Match gegen den SV Ehrenhain (3:1) an der Schulter und ist daher für das Aufeinandertreffen am Donnerstag fraglich. Alternativen für diese beiden Spieler hat Preußer jedoch längst im Hinterkopf: So kann beispielsweise Pablo Pigl ins rechte Mittelfeld rücken, wie der Trainer bestätigte: "Die Option wird in jedem Fall geprüft, endgültig entscheide ich mich kurzfristig.“ Auch über das Auftreten mit zwei Stürmern wird nachgedacht, so Preußer auf Nachfrage.

Letzte Saison: Geisterspiel in Dresden

Erfurt bei Dynamo – da dürften zumindest einige Spieler auf dem Rasen positive Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen haben, die Anhänger eher weniger. Dies liegt freilich nicht am Endergebnis von 1:0 für RWE – Rafael Czichos traf kurz vor dem Abpfiff – sondern vielmehr an der Tatsache, dass zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Vereine nach wiederholten Ausschreitungen der Dresdener Anhänger keine Zuschauer im weiten Rund anwesend sein durften. Umso mehr freut sich auch Christoph Menz, der in der Vergangenheit bereits für Dynamo aktiv war: "Magdeburg war bereits ein guter Vorgeschmack, jetzt fahren wir mit einem guten Gefühl nach Dresden. Schließlich haben wir die letzten beiden Aufeinandertreffen gewonnen. Unbestritten ist die individuelle Qualität, die Dynamo Dresden auf den Platz bringen kann. Aber die Mentalität wird auf dem Platz über die Qualität siegen.“

   

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