Rot-Weiß Erfurt empfängt den Halleschen FC zur Hitzeschlacht

Am Samstag, den 27. Juli, kommt es um 14 Uhr (live auf mdr.de) im Steigerwaldstadion zum mitteldeutschen Derby zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem Halleschen FC. Beide Vereine verbindet eine Fan-Freundschaft, die am Samstag jedoch für 90 Minuten ruhen wird. Beide Mannschaften wollen die drei Punkte. Erfurt legte am 1. Spieltag gut los, gewann durch einen späten Elfmetertreffer des Kapitäns mit 1:0 bei den Stuttgarter Kickers. Walter Kogler zeigte sich nach seinem geglückten Einstand als RWE-Trainer mit der Leistung des Teams zufrieden. "Natürlich müssen wir uns noch weiter verbessern, aber die Ansätze haben mir gefallen", sagte er am Dienstag gegenüber liga3-online.de. Nach dem Testspiel gegen Werder Bremen ist für die Mannschaft aus Thüringen Pause angesagt: "Das gestrige Spiel war für den Verein wichtig, aber ich habe gegen Bremen so aufgestellt, dass wir unter den gegebenen Umständen die Kräfte des Stammpersonals einigermaßen schonen konnten", wird Kogler auf der Homepage des Vereins wiedergegeben. Verletzte hat der Österreicher derweil keine zu beklagen. Er kann aus dem Vollen schöpfen.

Köhler: Haben die Chance, gegen Erfurt etwas gut zu machen

Genug Zeit zum regenerieren hatte dagegen der HFC. Zwischen dem Eröffnungsspiel der neuen Drittliga-Saison, welches man vor ausverkauftem Haus gegen die ambitionierten RasenBallsportler aus Leipzig 0:1 verlor, und dem Gastspiel in Erfurt lagen sieben Tage. Mit dem Dargebotenen der Mannschaft konnte Trainer Sven Köhler phasenweise zufrieden sein. "Wir haben druckvoll gespielt, uns die Chancen gut herausgespielt. Aber am Ende muss halt das Ergebnis stimmen. Wir haben in Erfurt die Chance, dies besser zu machen", so Sven Köhler auf der Pressekonferenz der Hallenser vor dem Spiel in Erfurt. Lediglich beim Gegentreffer von Daniel Frahn wirkte die Defensive des HFC zu schläfrig. Offensiv gab es viele gute Ansätze, die vor allem Neuzugang Pierre Merkel und Tony Lindenhahn jedoch nicht in Tore ummünzen konnten. Nun gilt es für die Saalestädter, auf den positiven Aspekten der Niederlage aufzubauen und am Wochenende die ersten Punkte der Saison einzufahren, um nicht früh in den Tabellenkeller zu rutschen. Verzichten muss der 47-Jährige dabei auf Niklas Brandt, der sich eine Kapseleinblutung im Knie zugezogen hat.

Über 8.000 Zuschauer erwartet

Trotz der angesagten tropischen Temperaturen von rund 37 Grad werden laut Vereinsangaben der Erfurter mindestens 8.000 Zuschauer erwartet. "Wir werden das Personal aufstocken, um dafür gewappnet zu sein, falls uns Leute umkippen", so Erfurts Pressesprecher Wilfried Mohren. Auch der Schiedsrichter wird den Spielern wohl die Trinkpause, die einmal pro Halbzeit genutzt werden darf, gestatten. Sven Köhler sagte im Bezug auf die Hitze, dass am Ende wohl das Team gewinnen wird, "dass sich mehr quälen kann."
Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams war im Dezember 2012. Damals gewannen die Erfurt trotz Rückstand durch einen Treffer Öztürks in der 95. Minute mit 2:1 und schoben sich vor der Winterpause von den Abstiegsrängen. Auch abgesehen der hohen Temperaturen wird es am Samstag heiß hergehen – für Brisanz ist in diesem Derby gesorgt.

Mögliche Aufstellungen

Erfurt: Klewin – Odak, Laurito, Kleineheismann, Czichos – Engelhardt, Pfingsten-Reddig, Möhwald, Öztürk – Tunjic, Brandstetter

Halle: Kisiel – Baude, Lachheb, Franke, Ziebig – Wagefeld, A. Müller, Gogia – Lindenhahn, Merkel, Bertram

 

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photografie

   
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