Aue: Rost bleibt Trainer – Rücktritt des Vorstands vorerst vom Tisch

Trotz des historischen Fehlstarts hält Erzgebirge Aue vorerst weiter an Trainer Timo Rost fest – das ist das Ergebnis einer Krisensitzung der Gremien am Dienstagabend. Gleichzeitig wurde beschlossen, "schnellstmöglich" einen Sport-Geschäftsführer zu verpflichten. Ein Rücktritt des Vorstands – wie ihn 40 Fanklubs gefordert hatten – ist vorerst vom Tisch.

"Leistung und Erfolg" gefordert

Acht Spiele, null Siege, lediglich vier Tore und nur drei Punkte: Den Saisonstart nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga hatte sich Erzgebirge Aue trotz des großen Umbruchs im Sommer ganz anders vorgestellt. Statt wie erhofft oben mitspielen zu können, finden sich die Veilchen auf dem letzten Tabellenplatz wieder, sind als einziges Team noch ohne Sieg und blicken auf den schwächsten Saisonstart ihrer Drittliga-Historie zurück. Am Sonntag verlor Aue zudem das prestigeträchtige Derby gegen den FSV Zwickau und ist damit vorerst am Tiefpunkt angekommen. Gegen die Schwäne boten die Veilchen eine blutleere Vorstellung und erspielten sich während der gesamten 90 Minuten keine einzige Torchance.

Dennoch hält der FCE weiterhin an Trainer Timo Rost fest – zumindest vorerst. "Cheftrainer Timo Rost wird die Mannschaft auf das Spiel am Freitagabend beim TSV 1860 München vorbereiten. Von ihm und der gesamten Mannschaft werden Leistung und Erfolg gefordert", ließ der Klub am Dienstagabend im Anschluss an eine Krisensitzung der Gremien verlauten. Gegenüber dem "MDR" sagte Aufsichtsrat Torsten Enders: "Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass der Trainer im nächsten Spiel beweisen kann, welche Möglichkeiten die Mannschaft noch hat." Ob nun ausgerechnet beim TSV 1860 München, der sechs seiner acht Spiele zum Teil sehr überzeugend gewonnen hat und bis Samstag Tabellenführer war, die Trendwende gelingt? Falls nicht, wäre in der Länderspielpause ausreichend Zeit, um doch einen Trainerwechsel vorzunehmen.

Vorstand bleibt vorerst im Amt

Diese Aufgabe könnte dann bereits dem neuen Sport-Geschäftsführer zu Teil werden, der nun "schnellstmöglich samt Team gesucht und eingesetzt" werden soll, wie der Verein mitteilte. Der Manager-Posten ist bei den Veilchen derzeit unbesetzt, nachdem die Zusammenarbeit mit Pavel Dotchev zum Ende der vergangenen Saison nicht fortgesetzt worden war. Der 56-Jährige war im vergangenen November als Sportdirektor nach Aue zurückkehrt, konnte den Abstieg aber nicht verhindern.

Neben der Suche nach einem Sport-Geschäftsführer will der Klub eine Mitgliederversammlung vorbereiten, "die gemäß Vereinssatzung zeitnah stattfinden wird". Der Vorstand um Helge Leonhardt bleibt vorerst aber im Amt, wenngleich "in naher Zukunft alle Gremien des Vereins und deren Besetzung umfassend auf den Prüfstand gestellt" werden sollen. Weitere Schritte sollen "im Laufe der nächsten Woche in einer weiteren Aufsichtsratssitzung beraten" werden. Enders zufolge klebe Leonhardt "nicht an seinem Stuhl und ist absolut offen. Wir sehen es alle so, dass der Verein an erster Stelle steht". Zuvor hatten 40 Fanklubs den Rücktritt des Vorstandes sowie die Neuwahl des Aufsichtsrats gefordert.

   

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