Rombach wehrt sich gegen Abberufung und drängt zurück

Gegen die Abberufung durch den Aufsichtsrat hat sich Ex-RWE-Präsident Rolf Rombach am Freitag zur Wehr gesetzt und eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Erfurt eingereicht. Auf einer Pressekonferenz bezog er zudem Stellung – und drängt zurück in den Verein.

DFB-Unterlagen hatten Vorrang

Es könne nicht "ansatzweise von einem Grund gesprochen werden. Der erklärte Grund ist konstruiert", machte Rombach klar. Der Aufsichtsrat hatte dem RWE-Präsidenten vorgeworfen, wichtige Unterlagen absichtlich zurückgehalten zu haben. Dazu erklärte Ralf Krings, Steuerberater des Vereins, am Freitag: "Der Aufsichtsrat hat Unterlagen von mir zugesandt bekommen, mit dem Hinweis, dass zunächst die Unterlagen für die Zwischenlizenzierung bis zum 31. Oktober im Vordergrund stehen würden. Alle restlichen Unterlagen, wie Abschlüsse des Wirtschaftsprüfers, Sponsorenverträge, Mitarbeiterverträge und Mietverträge seien in der Geschäftsstelle des Vereins einzusehen gewesen."

Rombach drängt zurück

Unterdessen kritisierte Rombach die Art und Weise seiner Abberufung: "Nach zwölf Jahren aufopferungsvoller Arbeit finde ich es unwürdig, durch ein Fax nach Dienstschluss über die Abberufung benachrichtigt zu werden. Das entspricht nicht meinem Umgang, war aber so gewollt", sagte Rombach, der zurück in den Verein drängt: "Ich möchte noch einiges, was wir in den letzten Jahren auf den Weg gebracht haben, wie die Ausgliederung der Profiabteilung und die Neuausrichtung des Vereins, zu Ende bringen und dann die Aufgaben in neue Hände legen." Ob das Landgericht Erfurt die einstweilige Verfügung annimmt, wird sich zu Beginn der kommenden Woche entscheiden. Sollte Rombach Recht bekommen, würde es nach "Bild"-Angaben zu einer Hauptverhandlung zwischen beiden Parteien kommen.

Nowag gelassen

Interimspräsident Frank Nowag sieht die Ankündigungen von Rombach unterdessen gelassen: "Wir haben hundertprozentige Transparenz versprochen und daher gehört es auch dazu, dass Herr Rombach seine Bühne bekommen." Im Hinblick auf eine Abberufung habe man genügend Material, so Nowag in der "Bild", der Rombach einen "würdigen Abschied" in Aussicht stellte. Dennoch scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen.

   
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