"Riesiger Gewinn": Andreas Rettig wird Geschäftsführer in Köln

Viktoria Köln hat am Sonntag einen namhaften Zugang präsentieren können. Der ehemalige DFL-Funktionär Andreas Rettig wird künftig als Vorstand der Viktoria-Geschäftsführung fungieren. Den Ausschlag für die Entscheidung zugunsten der Domstädter gab die Verbundenheit des 58-Jährigen mit Verein und Region. 

Rettigs Heimatverbundenheit ist Viktorias Trumpf

Andreas Rettig gehörte in den letzten Jahren zu den prägenden Figuren des deutschen Fußballs. Auf der ganz großen Bühne wird er zukünftig jedoch nicht mehr zu finden sein. Der ehemalige Erst- und Zweitligamanager (unter anderem Freiburg und Augsburg), der zudem mehrere Jahre die Deutsche Fußball Liga anführte (2013 bis 2015), wechselt in die 3. Liga und wird zum 1. Juni Vorsitzender der Geschäftsführung bei Viktoria Köln. Ein Schritt, der zunächst merkwürdig anmuten mag, bei genauerem Hinsehen aber nicht sonderlich überraschend kommt. Denn Rettig zeichnet eine enge Verbundenheit zu den Höhenbergern aus.

"Andreas Rettig war von 1986 bis 1988 Spieler bei der Viktoria", blickte Kölns Präsident Günter Pütz im Rahmen einer Vereinsmitteilung zurück. "Er ist seit 2012 Ehrenmitglied des Vereins und förderte beispielsweise unseren Nachwuchsbereich. Seine Kompetenz im Fußball ist unbestritten. Seine Erfahrungen und seine Expertise werden uns sehr helfen. Er ist für uns ein riesiger Gewinn." Das letzte Amt hatte Rettig, der zunächst für vier Jahre unterschrieb, als Geschäftsleiter beim FC St. Pauli inne, wo er 2019 aus persönlichen Gründen ausschied.

"Wollen Erfolg – aber nicht um jeden Preis"

Anschließend zog es den gebürtigen Leverkusener zurück an den Rhein. Dass es ihn nun zurück zur Viktoria zieht, begründet er so:  "Da ist zunächst einmal der Standort zu nennen. Meine Frau und ich wollten nicht mehr umziehen. Außerdem möchte ich im letzten Drittel meines beruflichen Wirkens keine Kompromisse mehr eingehen. Ich will mich mit Menschen umgeben, mit denen ich vertrauensvoll und mit Freude zusammenarbeite."

In Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit habe man sich schon länger befunden. "In den letzten Monaten haben wir unsere gemeinsamen Ziele konkretisiert. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, meine Tätigkeit bei der Viktoria zu beginnen", berichtete Rettig, um sogleich seinen kritischen Geist unter Beweis zu stellen: "Ich habe das Gefühl, dass unsere Wertvorstellungen übereinstimmen. Und auch bei der Ausrichtung des Klubs sprechen wir eine gemeinsame Sprache. Natürlich wollen wir den sportlichen Erfolg – aber nicht um jeden Preis. Denn hier haben die wirtschaftliche Vernunft und vor allen Dingen das klare Bekenntnis zur regionalen gesellschaftlichen Verantwortung, der wir als Fußballverein gerecht werden wollen, Priorität."

   
  • Fußball

    Super!
    Der Verein gefällt mir wirklich, weil die Mitarbeiter sich mit dem Verein und der Stadt identifizieren. Kann man familiär nennen.

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  • Detlef Heins

    naja erst DFL, dann St Pauli jetzt Investorenverein
    Nennt man Wendehals.

    • DM von 1907

      Ausgerechnet den immer integeren Andreas Rettich, der hier zu seinem Heimatverein zurückkehrt, bei dem er seit 2012 (!) Ehrenmitglied ist, als "Wendehals" zu diffamieren, ist absolut daneben. Und Viktoria Köln ist auch kein Investorenverein. Erkundige dich doch mal, bevor du so etwas schreibst: Der Marktwert des Teams liegt bei 5,38 Mio. €, der wertvollste Spieler Marcel Risse ist nur ausgeliehen, und der Verein belegt damit Platz 15 von 20 !

      • Detlef Heins

        Du scheinst ja die Superahnung zu haben. Kackverein den keiner braucht

  • Christian

    Richtiger Mann für den richtigen Verein! Alles Gute und Viel Erfolg!

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