Rettet sich der SVM? "Mannschaft steht in der Verantwortung"

Im Abstiegscountdown stirbt beim SV Meppen die Hoffnung zuletzt: Praktisch bis zur letzten Minute vor dem (mit)entscheidenden Duell beim Saisonfinale am Samstag mit dem MSV Duisburg besteht die Einstimmung der Emsländer auf die Begegnung vorrangig aus Appellen und Zuversichtsbekundungen.

"Erwarten Leidenschaft und bedingungslosen Einsatz"

Angesichts des absolut benötigten Erfolgs gegen die Zebras gibt zuvorderst Sportvorstand Heiner Beckmann die Marschroute vor. "Wir erwarten von der Mannschaft Leidenschaft und bedingungslosen Einsatz. Die Mannschaft steht in der Verantwortung, einen aufopferungsvollen Kampf bis zum Abpfiff auf den Platz zu bringen. Es gilt, alles für den Verbleib in der 3. Liga zu geben", stellte Beckmann auf der Homepage des Klubs klar. Allein ein Sieg gegen den MSV allerdings würde den Abstieg in die Regionalliga nach vier Jahren in Liga 3 nicht verhindern können. Für den Klassenerhalt braucht Meppen gleichzeitig eine Niederlage von Ex-Pokalsieger KFC Uerdingen bei Waldhof Mannheim.

Die notwendige Schützenhilfe kann sich der SVM aus Sicht von Geschäftsführer Ronald Maul durch einen couragierten Auftritt gegen den MSV selbst verdienen: "Wir glauben an uns. Wenn jeder diese Botschaft ernst nimmt, dann ist alles möglich."

Die Hoffnung der Norddeutschen auf eine rechtzeitige Rückkehr von Steffen Puttkammer jedoch hat sich zerschlagen. Der Leistungsträger ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht wieder fit. Neben Puttkammer sind auch Kapitän Thilo Leugers, Abwehrspieler Hassan Amin, Yannick Oseé und Keeper Matthis Harsman wegen der Folgen von Verletzungen sowie Mike Bähre wegen Rückenproblemen zur Tatenlosigkeit verurteilt. Zwei fraglich gewesene Spieler hingegen haben sich zurückgemeldet. Dejan Bozic hat seine Bauchmuskelzerrung auskuriert und gilt ebenso als ein Kandidat für die Anfangsformation von Trainer Rico Schmitt wie Rene Guder, der nach überstandenen Kapselbeschwerden wieder einsatzbereit ist.

Sieg "ist unser Auftrag"

Für Optimismus in Meppens Lager sorgt außerdem Duisburgs Antriebslosigkeit nach dem gesicherten Klassenerhalt. Nach der 1:5-Lektion am vergangenen Wochenende gegen Aufstiegsaspirant FC Ingolstadt kam das Team von MSV-Trainer Pavel Dotchev unter der Woche im Halbfinale des Niederrhein-Pokals bei Regionalligist Wuppertaler SV mit 2:6 erneut heftig unter die Räder.

Die Abhängigkeit vom Ergebnis in Mannheim darf die Meppener Schmitts Meinung nach bis zum Spielende nicht interessieren. "Wir haben den Klassenerhalt nicht mehr in der eigenen Hand, aber wir haben es in der eigenen Hand, das Spiel gegen Duisburg zu gewinnen", sagte der in Meppen nach fünf Ligaspielen unter seiner Regie noch sieglose Coach und leitete daraus eine Forderung ab: "Das ist unser Auftrag.“

   
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