Remis im Montagsspiel: Meppen und Köln trennen sich 1:1

In einem umkämpften Montagabendspiel trennten sich der SV Meppen und Viktoria Köln mit einem 1:1-Unentschieden. Im Blickpunkt standen dabei die Kapitäne beider Vereine, die nach einer Verletzungspause auf den Platz zurückkehrten und sogleich einen entscheidenden Einfluss auf das Spiel ausübten. Während Thilo Leugers das erste Tor vorbereitete, erzielte Mike Wunderlich das zweite gleich selbst. Für Diskussionen sorgte zudem eine Entscheidung von Schiedsrichterin Katrin Rafalski. 

Rückkehrer Leugers bereitet frühe Meppener Führung vor 

Sowohl Meppens Christian Neidhart als auch sein Gegenüber Pavel Dotchev konnten im Montagsspiel mal wieder auf ihre beiden Mannschaftskapitäne Thilo Leugers und Mike Wunderlich zurückgreifen. Während Wunderlich aber wegen eines Muskelfaserrisses lediglich für zwei Spiele gefehlt hatte, war es für Leugers nach einer Fersenoperation der erste Pflichtspieleinsatz seit Mai. Und die Rückkehr des 28-Jährigen sollte dem SV Meppen gleich mal richtig gut tun. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld lenkte Leugers den Ball per Kopf auf Steffen Puttkammer weiter und der Verteidiger versenkte den Ball aus wenigen Metern staubtrocken zur frühen 1:0-Führung im rechten Eck des Kölner Tores (10.).

Köln versuchte auf den Schock sofort zu reagieren und es war Wunderlich, der mit einem Distanzschuss erstmals für ein Ausrufezeichen der Gäste sorgte, den Ball aber genau auf Torhüter Erik Domaschke schoss (12.). Das war es in der Folge dann aber auch schon mit den Angriffsbemühungen der Kölner, die nicht so wach und zweikampfstark wie die Hausherren wirkten und zwischendurch immer mal wieder größere Probleme in der Defensive offenbarten. So kam Leugers beispielsweise nach einer Ecke von Deniz Undav relativ unbedrängt zum Kopfball, drückte das Spielgerät allerdings über die Querlatte (27.). Kurz vor der Pause verpasste Marco Komenda den Ball und damit wohl auch das mögliche 2:0 nach einem Fehlgriff von Torhüter Daniel Mesenhöler nur knapp (42.) und somit blieb das Spiel für den zweiten Durchgang noch vollkommen offen.

Wunderlich trifft aus spitzem Winkel zum Ausgleich 

Mit Wiederanpfiff agierte Köln gleich deutlich gefährlicher in der Offensive und hätte mit der ersten Gelegenheit beinahe Zählbares herausspringen lassen. Kevin Holzweiler ließ zwei Gegenspieler aussteigen und steckte zu Wunderlich durch. Der Kölner Kapitän sah sich wenige Meter vor dem Tor nur noch Domaschke gegenüber, schaffte es aber nicht, den stark reagierenden Meppener Keeper zu überwinden (51.). Auf der anderen Seite scheiterte Komenda mit einem Kopfball nach einer Ecke nur noch am auf der Linie postierten Simon Handle (60.). Anschließend war dann der Arbeitstag von Rückkehrer Leugers beendet. Unter stehendem Applaus wurde der Kapitän durch Julius Düker ersetzt und musste auf dem Weg zur Bank den Ausgleichstreffer zum 1:1 zur Kenntnis nehmen.

Wunderlich drang über die linke Seite in den Meppener Strafraum ein und überwand Domaschke mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel (66). Für den Kapitän der Domstädter war es bereits der sechste Saisontreffer und der zeigte Wirkung. Die Emsländer waren kurzzeitig vollkommen von der Rolle und kassierten mit der nächsten Szene beinahe sogar den Rückstand, als Marcel Gottschling nach einem Freistoß per Kopf den Innenpfosten traf (69.). Einem Tor von Holzweiler nur zwei Minuten später wurde von Schiedsrichterin Katrin Rafalski schließlich die Anerkennung verwehrt, weil Albert Bunjaku in der Mitte ein Foulspiel gegen Komenda begangen haben sollte (71.). Eine sehr diskutable sowie harte Entscheidung.

So blieb den Gastgebern aber ein zweiter Nackenschlag erspart und man schaffte es, wieder aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen. Düker hatte kurz darauf sogar die Führung auf dem Kopf, traf aber nur das rechte Außennetz (77.). Eine weitere hochkarätige Möglichkeit der Emsländer durch Rene Guder klärte Mesenhöler nach 82 Minuten per Fußabwehr und sicherte den Gästen somit letztlich den einen Auswärtspunkt, der insgesamt gesehen doch etwas glücklich zustande kam.

Für Viktoria Köln (Rang Sechs) geht es bereits am kommenden Freitag (19 Uhr) zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg weiter, während der SV Meppen (Platz 14) am Tag darauf (14 Uhr) auswärts beim Tabellenführer aus Halle antreten muss.

   
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