1:1 bei Fortuna Köln: VfR Aalen gibt rote Laterne ab

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Tabellenvierzehnter gegen Schlusslicht – mit dieser Konstellation war die Aufgabe am Freitagabend sowohl für Fortuna Köln als auch den VfR Aalen ganz klar: Drei Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Am Ende durfte keiner so richtig jubeln: Mit 1:1 teilte man sich die Punkte.

Köln und Aalen neutralisieren sich

Als Tabellenletzter und mit sieben Zählern Rückstand auf das rettende Ufer gestaltete sich die Ausgangssituation für den VfR Aalen noch etwas prekärer als für die Kaczmarek-Elf, die allerdings auch nur mit einem Vier-Punkte-Polster auf Rang 17 in die Partie ging. Der VfR Aalen übernahm erst einmal das Zepter: Schon nach zwei Minuten traf Sessa, allerdings aus Abseitsposition (2.). Auf Seiten der Gastgeber suchte vor allem Dahmani den Weg nach vorne (8.), richtig gefährlich wurde es aber nicht. Das Spiel war weniger von Torchancen als von Zweikämpfen geprägt, dementsprechend zerfahren wirkte die Partie. Unter anderem Sessa (25.) und Andrist (30.) versuchten es für die Gäste, in den Schlussminuten des ersten Durchgangs kamen eher die Kölner nochmal auf. Auf beiden Seiten fehlte es allerdings an Präzision, sodass es folgerichtig mit 0:0 in die Pause ging.

Eberwein mit Gefühl, Ristl mit spätem Ausgleich

Das war für beide Teams zu wenig, schließlich ging es darum, sich im Abstiegskampf einen wichtigen Dreier zu sichern. Das wurde offenbar auch in beiden Kabinen angesprochen: Aalen kam mit Andrist, der in der Spitze Sliskovic fand. Der Angreifer zog aus spitzen Winkel ab, doch Keeper Rehnen ging stark dazwischen (48.). Das wirkte offenbar wie ein Weckruf für die Fortuna: Auf der anderen Seite bekamen die Kölner einen Freistoß in aussichtsreicher Position. Eberwein trat zwanzig Meter vor dem Tor an und zirkelte das Leder eiskalt in den Winkel – Aalen-Keeper Bernhardt war ohne Chance (52.). Aalen war geschockt, aber auch um eine Antwort bemüht. Bühler legte den Ball flach auf den am kurzen Pfosten postierten Sliskovic, der die Kugel knapp am Tor vorbeischoss (59.). Wenig später war es wieder der Angreifer, der am Ausgleich schnupperte: Mit einer Volleyabnahme knallte Sliskovic den Ball an die Latte (66.). Aalen kämpfte um den Ausgleich – und kassierte fast das 2:0. Wieder sorgte ein Eberwein-Freistoß für Gefahr, den Rehfeldt im allgemeinen Trubel fast ins eigene Tor lenkte. Keeper Bernhardt fischte die Kugel gerade noch rechtzeitig raus (71.).

Die Schlussphase brach an und Aalen brauchte unbedingt ein Tor – angesichts der Tabelle eher zwei. Wieder versuchte es der aktive Sliskovic, blieb allerdings erneut glücklos (79.). Doch plötzlich stand Mart Ristl nach einem langen Ball völlig frei fünf Meter vor dem Tor der Kölner. Den 22-Jährigen hatte offenbar niemand auf dem Zettel gehabt: Ristl hielt den Fuß rein und verwandelte zum 1:1 (86.). Nun wurde es hektisch: Bernhardt vereitelte gleich zwei Offensivaktionen der Gastgeber, auf der anderen Seite verpasste Andrist nur ganz knapp den Führungstreffer (90+3.). Aalen warf alles nach vorne, doch die Fortuna hielt stand. Dann ertönte der Schlusspfiff.

Am Ende der Partie stand ein 1:1 Unentschieden, das keinem der beiden Teams in der Tabelle wirklich weiterhilft. Die Fortuna musste sich vor allem über den späten Ausgleich ärgern, für Aalen ist der Punkt eigentlich auch zu wenig: Über Nacht zieht der VfR zwar aufgrund des besseren Torverhältnisses am FC Carl Zeiss Jena vorbei, hat aber weiterhin sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

   

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