Rekordsieg gegen Würzburg: Euphorie beim FSV Zwickau

Mit einem absoluten Ausrufezeichen beendet der FSV Zwickau die Saison 2021/22: 7:0 hieß es am Ende gegen die abgestiegenen Würzburger Kickers. Trotz aller Euphorie war bei Trainer Joe Enochs auch die Sorge vor der kommenden Saison allgegenwärtig. Positive Signale gab es jedoch von zwei Leistungsträgern.

Ein empfundener Zwiespalt und Sorgen

Obwohl die Ausgangslage des FSV Zwickau zwischenzeitlich durchaus bedrohlich wirkte, steht nun am Saisonende ein souveräner zehnter Platz. Gekrönt wurde die Leistung am letzten Spieltag mit einem 7:0 gegen die Würzburger Kickers, was den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte bedeutete. Entsprechend sei für Trainer Enochs eine "gute Saison gut abgeschlossen" worden, wie er im Gespräch mit "MagentaSport" bilanzierte. Für ihn sei es "sehr schön" gewesen, "die Jungs so funktionieren zu sehen." Allzu viel Gegenwehr von den gastierenden Würzburgern gab es an diesem Samstag zwar wahrlich nicht, doch wollte Routinier Ronny König, der ein Hackentor zum Kantersieg beisteuerte (80.), diese Momente "aufsaugen und speichern, dass jedes Heimspiel so läuft".

Trotz aller Euphorie wirkten die Akteure in Zwickau ziemlich nachdenklich. Zum einen formulierte Trainer Enochs einen empfundenen "Zwiespalt" auf der anschließenden Pressekonferenz: "Natürlich freue ich mich für die Mannschaft, auf der anderen Seite bin ich nie ein Mensch gewesen, der, wenn jemand am Boden liegt, nochmal draufhaut", fühlte er mit dem Gegner mit. Er selbst habe auch "als Spieler mehrere Abstiege erlebt", sodass er nun besonders mitfühlen könne. Dennoch musste er beobachten, wie Würzburg "in den letzten 20 Minuten auseinandergefallen" sei. Satte vier Treffer erzielten die Schwäne in den letzten zehn Minuten der Begegnung. Zum anderen machte sich der Übungsleiter Sorgen, dass der Gang in die Viertklassigkeit womöglich auch den FSV alsbald ereilen könnte.

"Berechtigte Hoffnungen"

Diverse Abgänge, unklare Zukunft und eine Budgetkürzung von kolportierten 800.000 Euro erschweren die Zielsetzungen maßgeblich. Schon jetzt rief Enochs ein klares Ziel aus: "Rechtzeitig die Klasse halten!" Dass das nicht einfach werden würde, machte er direkt klar. So erwarte der 50-Jährige ein "Geduldsspiel" und warb darum, diese in der kommenden Spielzeit auch aufzubringen. So sei der Klassenerhalt für Zwickau in "jedem Jahr ein Kraftakt", im kommenden werde dieser noch größer. Dementsprechend hoffte der Coach, "dass der Sieg ein Signal ist für die Stadt und Menschen." Er versprach im Gegenzug "alles dafür zu tun, dass wir die Liga halten werden".

Hoffnung machten indes die Routiniers und Leistungsträger Johannes Brinkies und Ronny König, die sich beide in "guten Gesprächen" befänden, ihre Zeit in Zwickau doch noch zu verlängern. Während König den Fans schon eindeutig "berechtigte Hoffnungen" machen konnte, dass es weitergeht, war die Aussage bei Keeper Brinkies noch etwas verhaltener. Zwar sei man "in richtig guten Gesprächen", doch sei das "Ergebnis offen", da noch "ein, zwei Dinge zu klären" seien. Trotzdem sei die Tendenz "ganz klar positiv." Auch dies wollte Trainer Enochs als "super Signal" verstehen, wenn solche Leistungsträger gehalten werden könnten, nachdem bereits acht Spieler verabschiedet wurden. Mit den Derbys gegen Erzgebirge Aue wartet zudem ein weiteres Highlight auf den FSV Zwickau im kommenden Jahr, sodass die Sorgen vielleicht schneller wieder beiseite gelegt werden können.

   
  • Phillip

    Da gewinnt man schon mal absurd hoch mit 7-0 und dann macht Mannheim dasselbe… Es wäre der einzige 7-0 Heimsieg gewesen in der langjährigen Drittligageschichte..

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