Rehms deutliche Kritik: "Wir wollten, aber konnten nicht“

Rüdiger Rehm war bedient. Nach der 1:4-Pleite beim krisengeplagten Kellerkind MSV Duisburg machte der Coach des SV Wehen Wiesbaden aus seiner Enttäuschung über den schwachen Auftritt seiner Elf kein Hehl und ließ kein gutes Haar an seinen Spielern.

"Waren nicht zielstrebig und konsequent genug"

"Wir sind nur mit 80 Prozent Tempo unterwegs, und das reicht nicht“, kritisierte Rehm im "MagentaSport"-Interview die mangelhafte Leistung der Hessen an der Wedau. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde Rehm noch deutlicher: "Wir wollten, aber wir konnten nicht.“

Tatsächlich stand Rehms Mannschaft bei der Gala-Vorstellung von Duisburgs Dreifach-Torschütze Vincent Vermej praktisch nur Spalier. "Wir waren“, analysierte Rehm sichtlich angefressen, "zu keiner Zeit in der Lage, in das Spiel hineinzufinden. Der MSV war stärker, intensiver, zweikampfstärker und klarer in den Offensivaktionen. Wir haben dem Gegner mit unseren Laufwegen nicht weh getan. Wir waren nicht zielstrebig und konsequent genug.“

Die Einstellung der höchsten Saisonniederlage ist für den Zweitliga-Absteiger angesichts der Tabellenkonstellation umso ärgerlicher. Durch einen Sieg bei den Zebras hätte sich der SVWW, für den Michael Guthörl (84.) lediglich wenig tröstliche Ergebniskosmetik betrieb, auf den Relegationsrang in Sichtweite zu Spitzenreiter Dynamo Dresden vorschieben können.

Mockenhaupt: "Leistungen zu schwankend“

In den Unmut über die ungenutzt gelassene Gelegenheit zum Sprung in die Führungsgruppe mischte sich bei Sascha Mockenhaupt allerdings auch Ratlosigkeit über die mangelnde Konstanz in der jüngeren Vergangenheit: "Unsere Leistungen sind viel zu schwankend", schimpfte der Abwehrspieler: "Wir müssen uns fragen, warum es in der einen Woche funktioniert und in der anderen katastrophal ist. Solange wir das nicht in den Griff und eine stabile Form bekommen, werden wir uns nicht oben festsetzen, sondern immer nur oben dranbleiben." Nur Ende Oktober hatte Wiesbaden, das zu Monatsbeginn immerhin noch den ambitionierten Aufstiegsaspiranten Hansa Rostock mit 2:1 niedergehalten hatte, im bisherigen Saisonverkauf zweimal nacheinander gewinnen können.

Zur intensiven Aufarbeitung der Probleme bleibt Rehm und seinem Team im Jahresendspurt allerdings kaum ausreichend Zeit. Schon am Dienstag steht das Duell mit Aufsteiger VfB Lübeck auf dem Programm: "Wir müssen das jetzt schnell abhaken", forderte Rehm mit Blick auf den wichtigen Anschluss zu den Spitzenteams von seinen Spielern Fokussierung auf die nächste Aufgabe.

   
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