Rehm nach Sieg: "Unser schlechtestes Spiel der Halbserie"

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Mit dem 2:1-Sieg gegen den VfR Aalen hat sich der SV Wehen Wiesbaden nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge im Kampf um den Aufstieg zurückgemeldet. Mit dem Ergebnis war Trainer Rüdiger Rehm zufrieden, mit der Leistung seiner Mannschaft allerdings weniger.

"Entscheidend ist, dass wir gewonnen haben"

Als der SVWW-Coach unmittelbar nach Spielende zum Interview mit "Telekom Sport" kam, musste er erstmal durchatmen: "Das war ein hartes Stück Arbeit." Vor allem in der zweiten Halbzeit, in der die Hessen vor der Saison-Minuskulisse von nur 1.674 Zuschauern trotz Führung kaum Zugriff auf die Partie hatten und seltsam passiv agierten. "Das war unser schlechtestes Spiel in dieser Halbserie", gab Rehm offen zu, betonte aber: "Entscheidend ist, dass wir gewonnen haben." Insgesamt sei der Sieg verdient gewesen, "auch wenn er nicht schön war."

Doch das war Rehm an diesem Abend "scheißegal", wie er auf der Pressekonferenz ausführte: "Wir haben in den letzten Wochen viele hervorgande Spiele gemacht, standen aber immer mit leeren Hände da." Das war gegen Aalen nicht der Fall, da erst Daniel Kofi-Kyereh seine über 500 Minuten andauernde Torflaute mit einem überaus sehenswerten Distanztreffer beendete (11.) und dann Niklas Dams nach einer Ecke einköpfte (27.). "Das war ein Tor des Willens", fand Rehm. Ein Sonderlob richtete der SVWW-Coach an Marc Wachs: "Er hat sich kurz vor Abpfiff einen Nasenbruch zugezogen, war aber trotzdem bereit, nochmal alles für die Mannschaft reinzuwerfen, weil wir nicht mehr wechseln konnten. Das war das Sinnbild des Abends."

Rehm mit Hinrunde insgesamt zufrieden

Kofi-Kyereh zeigte sich im Gespräch mit dem Vereins-TV unterdessen "hocherfreut", mal wieder getroffen zu haben. Es sei "sehr wichtig", mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen zu können. Auch Alf Mintzel, der am Freitag seinen 37. Geburtstag feierte, war die Freude über den wichtigen Sieg deutlich anzumerken: "Wir haben aus wenigen Chancen zwei Tore gemacht." Auf der anderen Seite musste der Routinier aber auch zugeben: "Im Vergleich zum Spiel gegen Uerdingen waren wir zwei Klassen schlechter."

Dennoch ist der SVWW den Aufstiegsplätzen wieder etwas näher gekommen, auch wenn der Rückstand mit sieben Punkten weiterhin groß ist. "Wir haben jetzt 30 Punkte nach 20 Spielen. Wenn man bedenkt, dass wir aus den ersten sechs Partien nur vier Punkte geholt haben, können wir damit hochzufrieden ist", bilanzierte Rehm und sprach von einer "positiven Entwicklung – auch, wenn wir insgesamt zu wenig Punkte geholt haben." Das Ziel für das neue Jahr ist klar: "Wir wollen jetzt einfach eine bessere Rückserie starten."

 

   

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