Regensburg beendet Negativserie gegen Münster

Die Vorzeichen vor dem Duell Jahn Regensburg gegen Preußen Münster waren klar: Der SCP war seit fünf Spielen ungeschlagen, besiegte zuletzt Tabellenführer Heidenheim – die Jahnelf war im selben Zeitraum sieglos. Dass Regensburg das Spiel am Ende mit 2:0 (1:0)  gewann, war vielleicht nicht im Vorhinein klar, jedoch auf allen Ebenen verdient. Jim-Patrick Müller brachte die Hausherren früh in Führung (7.), Daniel Franziskus machte kurz vor Schluss (82.). den Sack zu. Dabei hatte Münster kaum Gelegenheit, etwas am Ausgang der Partie zu drehen, mussten sie doch nach der Gelb-Roten Karte für Schmidt (29.) eine ganze Stunde in Unterzahl agieren. liga3-online.de zeigt drei Gründe auf, warum der Jahn die Adlerträger schlug.

Grund 1: Die Umstellungen in der Verteidigung

Eigentlich hatte sich die Defensive der Jahnelf um die Winterpause herum stabilisiert, doch zuletzt gab es wieder zu viele Gegentreffer. SSV-Coach Thomas Stratos schmiss die Abwehr deshalb vor dem Spiel gegen die Preußen ordentlich um. Gleich drei Neubesetzungen gab es in der Abwehrkette: Routinier Mario Neunaber ersetzte Gino Windmüller innen neben Kapitän Nachreiner, Patrick Haag spielte links für Thorben Stadler und Azur Velagic ersetzte rechts Oliver Hein, der gelbgesperrt war. Außerdem kehrte Jonatan Kotzke in das defensive Mittelfeld neben Andreas Güntner zurück. Umstellungen, die sich auszahlten! Die Jahnabwehr hatte ihren Namen wieder verdient und stand 90 Minuten lang stabil. Neunaber fungierte neben dem starken Nachreiner als zusätzlicher Ruhepol, die Außen machten Druck nach vorne und Kotzke dirigierte im Mittelfeld – Münster kam ohne Distanzschüsse (16.) oder Standardsituationen (19., 39.) nicht in die Nähe von Keeper Hendl. Die Stabilität und Souveränität wirkte sich auch auf die anderen Spieler aus, so machte unter anderem Kotzkes Kollege auf der "6", Andreas Güntner, sein bis dahin wohl beste Saisonspiel. Aus einer guten Abwehrarbeit gewinnt man Spiele, heißt es. Die der Oberpfälzer war der Grundstein zum Sieg gegen die Westfalen.

Grund 2: Die Anfangsphase

Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen und der Rückkehr in den Abstiegskampf war der Druck in Regensburg groß geworden. "Wir wollen eigentlich jedes Spiel gewinnen – aber heute mussten wir sogar", erklärt ein sichtlich befreiter Jahntrainer auf der anschließenden Pressekonferenz. Weiter führte er aus: "Die Vorgabe war, den absoluten Willen zu zeigen, heute zu gewinnen. Den haben wir dann auch von Anfang an gesehen. Wir waren präsenter, schneller und pfiffiger. Die schnelle Führung war verdient!" Die erste Phase der Partie war sicherlich entscheidend. Der Jahn attackierte früh, kam gleich zu Chancen. In der 1. und 5. Minute fehlte Dressler bei den ersten Warnschüssen noch die Genauigkeit, Jim-Patrick Müller und Andreas Güntner behielten sie wenig später, als sie zu zweit die Münsteraner Verteidigung aus dem Schlaf rissen (7.). "Wir haben nicht gut in die Partie gefunden und dem Gegner zu viel Spielraum gelassen. Erst nach dem Platzverweis haben wir das Spiel begonnen", musste Preußen-Coach Ralf Loose zugeben. Vor einer Woche waren sie von Beginn an hellwach, am Samstag war es zu spät, um ernsthaft etwas Zählbares aus der Oberpfalz mitzunehmen.

Grund 3: Der Platzverweis

Die Gelb-Rote Karte gegen Münsters Dominik Schmidt (29.) hat dem Jahn dann natürlich in die Karten gespielt. Der Platzverweis war mit Sicherheit eine harte Entscheidung. "Er kann sich natürlich nicht in Luft auflösen, aber er lässt mich schon auflaufen", erklärt der gefoulte Zlatko Muhovic nach dem Spiel. Danach lief allerdings nicht mehr viel zusammen beim SCP. Er spielte zu zehnt zwar besser und kämpfte, schien zeitweise aber ratlos gegen gut stehende Regensburger. Torchancen blieben Mangelware. In Unterzahl konnten die Gäste nicht mehr viel am Ergebnis drehen, auch dass der Jahn den Sack nicht früher zugemacht hat, konnten sie nicht nutzen. Wegen des frühen Rückstand war war das Spiel nach dem Platzverweis schlicht gelaufen.

Foto: Regensburg1889.de

 

   

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