RB Leipzig: Rangnick kündigt Top-Verstärkungen an

Es ist gut eine Woche her, als Rasenballsport Leipzig nach einem 2:2-Unentschieden nach Verlängerung bei den Sportfreunde Lotte quasi im Nachsitzen den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hat. Nach drei vergeblichen Anläufen konnte, der vom österreichischen Energydrink-Hersteller Red Bull unterstützte Verein, im vierten Jahr seines Bestehens den ersten Schritt auf dem Weg in den Profifußball bestreiten. Nun möchten die Leipziger qualitativ hochwertige Spieler verpflichten, um das Leistungsniveau noch einmal deutlich anzuheben. Dies hat Sportdirektor Ralf Rangnick in einem Gespräch mit dem Kicker-Sportmagazin deutlich gemacht.

„Wer 28 ist, kommt für uns eher nicht infrage“

RB Leipzig wird kein gewöhnlicher Aufsteiger sein, denn angesichts der Konkurrenz und vor allem der eigenen monetären und qualitativen Möglichkeiten ist alles andere als der Aufstieg in die 2. Bundesliga ein bescheidenes Ziel. Einige Spieler, die zuletzt über nur wenig Spielzeit verfügt haben, werden den Verein verlassen. Stand heute wird einzig Stammspieler Stefan Kutschke den sächsischen Verein in Richtung VfL Wolfsburg verlassen. Rangnick macht den Anspruch deutlich, wenn er sagt: „Wir werden sechs, sieben Spieler holen, die gute Chancen auf einen Platz in der ersten Elf haben. Wir suchen junge, hochtalentierte, hungrige Spieler. Wer 28 ist, kommt für uns eher nicht infrage." Mit dem U19-Nationalspieler Denis Thomalla konnte bereits ein Spieler mit diesem Anforderungsprofil in die Messestadt gelockt werden.

„Einige etablierte Klubs haben großen Respekt vor uns“

Die finanziell und prestigeträchtig nicht unbedingt ertragreiche Drittklassigkeit soll nur eine Durchgangsstation sein, denn schon in der kommenden Spielzeit möchten die „Roten Bullen“ um den Aufstieg ins deutsche Unterhaus mitspielen. Auch wenn der finanzielle Rahmen etwas weiter als bei der Konkurrenz in der Spielklasse ausfällt, so macht Rangnick deutlich, dass dieses Geld bewusst eingesetzt wird: „Wir spielen hier kein Monopoly. Ich hole ohne Ausnahme nur Spieler, die ich auch holen würde, wenn es mein eigenes Geld wäre." Kein richtiges Verständnis hat er für Fans und Verantwortliche von Traditionsvereinen, die RB Leipzig als „Retortenverein“ und „Gefahr“ für die etablierten Verein sehen: „Für mich lässt das nur einen Schluss zu: Einige etablierte Klubs haben großen Respekt vor uns. Sie sehen, dass in Leipzig etwas Langfristiges und Nachhaltiges entsteht.“

   

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