Rabihic verspricht vor FCS-Spiel: "Werden unser letztes Hemd geben"

Im Vierkampf um den Aufstieg ist der 1. FC Saarbrücken in der Rolle des ersten Verfolgers. Mindestens ein Ausrutscher eines Konkurrenten wird benötigt, um mit einem Sieg gegen Köln die Relegation zu erreichen. Über alle anderen Szenarien wollte sich Rüdiger Ziehl keine Gedanken machen. Erst gegen 15:30 Uhr soll auf die Tabelle geschaut werden.

"Das sind wir unseren Fans schuldig"

Die Stimmung in Saarbrücken war am Sonntag im Keller. Doch schon tags darauf schöpfte der FCS neue Hoffnung, weil Dresden in Meppen verlor. Im finalen Vierkampf ist deshalb alles offen – und aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den Konkurrenten hat der FCS sogar schon eine Trumpfkarte in der Hinterhand. Alle Überlegungen setzen jedoch voraus, dass ein Heimsieg gegen Köln gelingt. Was nicht einfach wird: Nur zwei von den letzten 13 Spielen verloren die Kölner, sodass Saarbrücken sicherlich auf den statistisch stärksten Gegner trifft. In der Rückrundentabelle steht die Viktoria nur zwei Zähler hinter dem FCS.

"Am Ende muss der Fokus auf dem Spiel stehen, das wir zu bestreiten haben. Nicht auf das, was woanders passiert", gab Rüdiger Ziehl konzentriert vor. "Klar ist, dass immer noch eine Mannschaft vor uns patzen muss." Im Spiel wird es während des spannendsten Saisonfinals der Drittliga-Geschichte sicherlich unterschiedliche Phasen geben. "Wenn wir früh in Führung gehen können, dann wird das sicherlich Druck auf die Gegner erhöhen. Genauso werden wir durch das Publikum mitbekommen, ob jemand anderes führt oder nicht", machte sich Kasim Rabihic nicht vor, dass das Spiel normal ablaufen wird. Der Offensivspieler benote: "Ich kann versprechen, dass wir Vollgas geben und unser letztes Hemd geben werden. Das sind wir unseren Fans schuldig, die uns wieder phänomenal unterstützten werden."

Großes Saisonfinale wird "einzigartig"

Über all die Szenarien, die sich durch die vier unterschiedlichen Ergebnisse ergeben können, wollte sich der FCS-Coach gar keine Gedanken machen. "Etwa um 15:30 Uhr gucken wir die Tabelle an und feiern dann oder sind traurig", orientierte sich der Fußballlehrer an den Fakten. "Am Ende spielen alle eine sehr gute Saison und erreichen alle eine Punktzahl, mit der du in anderen Jahren aufsteigst." Abgesehen vom eigenen Ergebnis könne der FCS aber keinen Ausgang der Saison beeinflussen. Selbst habe Ziehl eine solche Drucksituation in den Aufstiegsspielen mit der U23-Mannschaft vom VfL Wolfsburg schon einmal erlebt – trotzdem bleibt das Drittliga-Finale "einzigartig". Gewinnen muss der FCS so oder so.

Abgesehen von den Langzeitverletzten muss Ziehl lediglich auf Kapitän Manuel Zeitz wegen einer Rot-Sperre verzichten. Hinter Adriano Grimaldi steht ein Fragezeichen. Verabschiedungen vor dem letzten Heimspiel wird es hingegen nicht geben. Das habe Ziehl bewusst mit dem Mannschaftsrat abgesprochen. "Der komplette Fokus soll auf dem Spiel liegen. Das wird entsprechend nachgeholt", kündigte Ziehl an. So ist klar, dass manche Personalentscheidungen im Saarland wohl schon getroffen sind. Doch vor Anpfiff soll das niemanden nervös machen – und wenn es nur um die Wartezeit auf dem Rasen geht. Extra-Motivation braucht auch niemand. "Am Ende gibt es keine größere Motivation, als den Aufstieg zu feiern", so Ziehl. Zumal das Stadion mit 14.500 Zuschauern nahezu ausverkauft sein wird.

   

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