Pyro-Vorfall in Münster: Auch 14-Jähriger kollabiert

Beim massiven Abbrennen von Rauchtöpfen vor dem vergangenen Heimspiel des SC Preußen Münster gegen Energie Cottbus war neben einem 72-Jährigen auch ein 14-jähriger Jugendlicher kollabiert. Dieser musste laut Polizeiangaben nach Abpfiff ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der SC Preußen denkt unterdessen über Konsequenzen nach. Im Gespräch ist eine Blocksperre bei den Partien gegen Magdeburg und Dresden.

"Er übergab sich und sackte zusammen"

Der 14-Jährige stand am Samstag laut der Polizei "inmitten der Rauchschwaden" und habe später zuhause über Unwohlsein geklagt. "Er übergab sich und sackte zusammen. Durch den behandelnden Notarzt wurde nach Sachverhaltsdarstellung eine sofortige Einlieferung in ein Krankenhaus für erforderlich gehalten", heißt es in einer Mitteilung. Weitere Menschen, die durch die giftigen Dämpfe gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten haben, werden gebeten, sich bitte bei der Polizei zu melden und Anzeige zu erstatten.

Fankurve gegen Magdeburg und Dresden geschlossen?

Derweil denkt der Verein – unabhängig von der zu erwartenden Strafe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) – über Konsequenzen nach. "Wer sich nicht benehmen kann, soll zu Hause bleiben. Das hat mit Fußball nichts zu tun", so Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Bäumer in den "Westfälischen Nachrichten". Möglich, so Bäumer weiter, wären die freiwillige Sperrung der Fankurve bei den Spielen gegen Magdeburg (22. April) und Dresden (7. Mai). Diese Maßnahme ergriff der Verein bereits zum Heimspiel gegen Holstein Kiel am 31. Oktober. "Harte Maßnahmen auch von Vereinsseite sind wir den Leuten schuldig, die ihre Kinder im Rauch stehen hatten", betont Bäumer.

   
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