Preußen hadern gegen den Jahn mit altbekannten Problemen

Nach dem 0:2 beim SSV Jahn Regensburg dominiert beim SC Preußen Münster vor allem eine Frage: War der Sieg bei Spitzenreiter Heidenheim am vergangenen Wochenende ein Ausrutscher im positiven Sinne oder die Niederlage in Ostbayern am Samstag eine im negativen? Eine erste Antwort darauf werden die Adlerträger wohl erst am Mittwoch geben, wenn sie im Heimspiel auf den Chemnitzer FC treffen. Vieles deutet jedoch eher auf Letzteres hin, wenngleich wieder einmal die altbekannten Probleme in der Offensive ein besseres Resultat verhinderten. Seit Ralf Loose den Trainerposten in Münster im September 2013 übernahm, zeigt sich der SCP immer wieder über mehrere Wochen von seiner guten, dann wieder für einige Zeit von seiner schlechten Seite. Die Unkonstanz scheint eine der wenigen Konstanten zu sein. Nicht umsonst hielt sich die Vereinsspitze um Sportvorstand Carsten Gockel und den sportlichen Leiter Detlev Dammeier bislang zurück, wenn es um die Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrags Looses geht. Denn dass die Preußen-Elf scheinbar immer wieder unter ihren Möglichkeiten bleibt, wenn es eigentlich nur so vor Selbstvertrauen strotzen dürfte, ist auch an der Hammer Straße nicht unbemerkt geblieben.

Niederlage ist ärgerlich, aber auch kein Beinbruch!

Die Leistung beim SSV Jahn Regensburg war ab dem frühen Gegentreffer in der siebten Minute sicherlich nicht schlecht. Die Adlerträger waren im Duell gegen den zuletzt schwächelnden Jahn (fünf sieglose Spiele in Folge) die spielbestimmende Mannschaft und hatten mehr Ballbesitz. Doch wie schon so oft in der Saison mangelt es an kreativen und überraschenden Ideen in der Offensive. So beeindruckend die Leistung gegen Heidenheim war, auch gegen den Spitzenreiter hatte der SCP seine gefährlichsten Szenen bei Standardsituationen. Trotz aller Versuche mit Systemen mit einem oder zwei Angreifern kann sich keiner der drei Stürmer dauerhaft für die erste Elf empfehlen.

Probleme, die in dieser Saison nicht mehr allzu relevant sein dürften, wenn es um das Thema Klassenerhalt geht. Dieses (nennen wir es mal) Minimalziel werden die Vorjahres-Vierten erreichen, zu hoch ist die Qualität im Kader, zu vielversprechend die Leistungen in den letzten Wochen und auch die gegen Regensburg nach dem sehr umstrittenen Platzverweis für Abwehrchef Dominik Schmidt. Das 0:2 gegen einen direkten Konkurrenten ist sehr ärgerlich, aber auch kein Beinbruch. Das Punktepolster auf den ersten Abstiegsplatz ist um einen Zähler auf nunmehr noch immer komfortable sechs geschrumpft. Gleichzeitig sind die Probleme in der Offensive aber dennoch welches, die es in der Sommerpause dringend zu lösen gilt. Denn eine weitere Saison in den unteren Gefilden der Tabelle und mehrere Niederlagen gegen Mannschaften, die sich genau dort befinden, will in Münster mit Sicherheit niemand mehr sehen…

FOTO: Sven Wundrig

 

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