Polizei spricht 109 Betretungsverbote für Alemannia-Fans aus

Die Polizei Aachen hat nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel der Alemannia in Münster reagiert und 109 Betretungsverbote für Anhänger der Aachener verhängt. "Im Klartext heißt dies, dass sich die Mitglieder unterschiedlichster Fangruppierungen nach den Vorfällen in Münster am vergangenen Wochenende bei den nächsten Heimspielen der Alemannia nicht dem Tivoli nähern dürfen. Tun sie dies dennoch, drohen ihnen ein Zwangsgeld oder gar Stunden in einer Polizeizelle", teilte die Polizei heute mit. Konkret gilt das Verbot für die restlichen vier Heimspiele in dieser Saison. Hintergrund ist die Tatsache, dass einige Alemannia-Anhänger kurz vor Spielende versuchten, in den benachbarten Preußenblock zu gelangen. Nachdem sie bereits eine Gittertür aufgebrochen hatten, verhinderten Polizisten mit Unterstützung von Diensthunden eine weitere Eskalation. Nach dem Spiel nahm die Polizei sieben Fans fest und stellte 39 Strafanzeigen aus.

“Echte Fans sollen sich klar gegen Gewalt und Rassismus positionieren”

Am Dienstag hatte der TSV die Vorfälle bereits verurteilt und angekündigt, härter gegen die Straftäter vorzugehen. „Die Gewalttäter erhalten Hausverbot am Tivoli und werden von uns für alle anfallenden Kosten zur Rechenschaft gezogen“, erklärt Professor Rolf-Dieter Mönning, vorläufiger Sachwalter bei Alemannia Aachen. Es könne nicht sein, so Mönning weiter, dass “ein paar Kriminelle die Sanierung und damit den Fortbestand des Vereins gefährden”. Trotz intensiver Zusammenarbeit mit Preußen Münster und der Polizei sowie eigener Maßnahmen, wie mitgereisten Fanbeauftragten und Ordnern, “konnten die Ausschreitungen nicht verhindert werden”. Mönning forderte alle echten Fans von Alemannia Aachen auf, sich weiter klar gegen Gewalt und Rassismus zu positionieren. „Wir hoffen bei der Identifizierung der Straftäter auf die Hilfe der echten Fans von Alemannia, damit wir derartige Taten frühzeitig verhindern können“, so Mönning. Die Geldstrafe wird den TSV hart treffen, da in den letzten Wochen ohnehin viele Einsparungen getätigt werden mussten, um die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorerst zu verhindern.

FOTO: Flohre Fotografie

 

 

 

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