Alemannia droht Geldstrafe – Verein kritisiert Vorfälle in Münster

Auf den finanziell angeschlagenen Traditionsklub Alemannia Aachen wird in Kürze eine Geldstrafe in vierstelliger Höhe zukommen. Grund dafür sind die Vorfälle beim Auswärtsspiel der Alemannia am vergangenen Samstag in Münster. Dort hatten einige TSV-Anhänger kurz vor Spielende versucht, in den benachbarten Preußenblock zu gelangen. Nachdem sie bereits eine Gittertür aufgebrochen hatten, verhinderten Polizisten mit Unterstützung von Diensthunden eine weitere Eskalation. Nach dem Spiel nahm die Polizei sieben Fans fest und stellte 39 Strafanzeigen aus. Als erste Konsequenz kündigte der Zweitligaabsteiger heute an, "mit aller Härte gegen Gewalt- und Straftäter" vorzugehen. Der Verein werde bei den Ermittlungen eng mit den Sicherheitsbehörden und der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten.

"Echte Fans sollen sich klar gegen Gewalt und Rassismus positionieren"

„Die Gewalttäter erhalten Hausverbot am Tivoli und werden von uns für alle anfallenden Kosten zur Rechenschaft gezogen“, erklärt Professor Rolf-Dieter Mönning, vorläufiger Sachwalter bei Alemannia Aachen. Es könne nicht sein, so Mönning weiter, dass "ein paar Kriminelle die Sanierung und damit den Fortbestand des Vereins gefährden". Trotz intensiver Zusammenarbeit mit Preußen Münster und der Polizei sowie eigener Maßnahmen, wie mitgereisten Fanbeauftragten und Ordnern, "konnten die Ausschreitungen nicht verhindert werden". Mönning forderte alle echten Fans von Alemannia Aachen auf, sich weiter klar gegen Gewalt und Rassismus zu positionieren. „Wir hoffen bei der Identifizierung der Straftäter auf die Hilfe der echten Fans von Alemannia, damit wir derartige Taten frühzeitig verhindern können“, so Mönning. Die Geldstrafe wird den TSV hart treffen, da in den letzten Wochen ohnehin viele Einsparungen getätigt werden mussten, um die Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorerst zu verhindern.

FOTO: Lennart Ebersbach

   

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