"Wunschlösung": Rui Mota ist neuer Coach bei Waldhof Mannheim
Der SV Waldhof Mannheim hat am Donnerstag seinen neuen Trainer als Nachfolger von Luc Holtz vorgestellt. Dabei handelt es sich allerdings nicht wie zunächst spekuliert worden war um André Breitenreiter, sondern um Rui Mota, der zuletzt beim bulgarischen Erstligisten Ludogorets Razgrad unter Vertrag stand.
"Ausgeprägte Siegermentalität"
Wochenlang hatten die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber nach einem neuen Coach gesucht, nun ist dieser nach "intensiven Gesprächen in den vergangenen Wochen", wie es in einer Mitteilung heißt, mit Rui Mota gefunden. "Rui war von Beginn an unsere Wunschlösung für die vakante Trainerposition", sagt Zuber. Der Portugiese habe bei seinen bisherigen Stationen bewiesen, "dass er erfolgreichen Fußball spielen lassen kann – und das in ganz unterschiedlichen Ligen und Umfeldern". Zudem bringe er "eine klare Spielidee, eine ausgeprägte Siegermentalität und internationale Erfahrung mit nach Mannheim".
Der neue Waldhof-Coach war zwischen 2016 und 2023 zunächst als Co-Trainer an der Seite von Ricardo Sá Pinto tätig. Dabei arbeitete er unter anderem beim SC Braga (Portugal), Legia Warschau (Polen) und Standard Lüttich (Belgien), auch in Griechenland, der Türkei, dem Iran, Kroatien und Saudi-Arabien war der 47-Jährige tätig. Seine erste Station als Cheftrainer trat Mota Anfang 2024 beim georgischen Erstligisten FC Dila Gori an. Dort führte er die Mannschaft innerhalb kurzer Zeit an die Tabellenspitze und zur Meisterschaft. Im Sommer wechselte er zum armenischen Klub FC Noah, mit dem er Meisterschaft und Pokal gewann sowie die Qualifikation für die UEFA Conference League schaffte.
Zuletzt stand der Portugiese zwischen Juli und Oktober 2025 beim bulgarischen Spitzenklub Ludogorets Rasgrad unter Vertrag. Mit dem Klub spielte Mota die Qualifikation zur Champions League, scheiterte in der dritten Runde aber. Dennoch gelang anschließend die Qualifikation zur Europa League. Nach 23 Spielen bei einem Punkteschnitt von 1,65 trennten sich die Wege dann wieder. Beim Waldhof tritt er nun die vierte Cheftrainer-Station seiner Karriere an. Deutschland ist dabei bereits das zwölfte Land, in dem der 47-Jährige tätig sein wird.
"Die Menschen leben hier für den Verein"
Mota selbst zeigte sich nach der Vertragsunterschrift begeistert von seiner neuen Aufgabe. "Zunächst einmal möchte ich unseren Fans sagen, dass ich mich sehr freue, bei diesem großartigen Verein arbeiten zu dürfen", sagt der 47-Jährige. Besonders beeindruckt habe ihn die Verbundenheit der Menschen mit dem Klub: "Die Menschen leben hier für den Verein, und das ist etwas, das mich als Trainer besonders motiviert."
Für die kommende Saison formuliert der Portugiese bereits klare Ziele. "Die Voraussetzungen für erfolgreichen Fußball sind hier beim Waldhof vorhanden", betont Mota. Nun gehe es darum, "aus einzelnen Spielern eine echte Mannschaft zu formen". Dabei sei ihm wichtig, "ein Team, in dem jeder für den anderen einsteht und alles dem gemeinsamen Erfolg untergeordnet wird", zu entwickeln. "Wenn uns das gelingt, werden wir eine gute Saison spielen."
Auch Sportdirektor Mathias Schober freut sich auf die Zusammenarbeit. Mota habe in seiner bisherigen Laufbahn umfangreiche Erfahrungen gesammelt. "Besonders hervorheben möchte ich seine Bereitschaft und Fähigkeit, junge Spieler weiterzuentwickeln“, erklärt Schober. Dies solle auch künftig ein wichtiger Bestandteil der sportlichen Ausrichtung des Vereins bleiben. Beim Waldhof tritt Mota die Nachfolge von Luc Holtz an, der die Buwe nach neun Monaten in Richtung FC Metz verlassen hatte.