Pokalspiel gegen Mainz: FCK winkt Zuschauerrekord

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Der 1. FC Kaiserslautern hat im DFB-Pokal nicht nur das schwere Los gegen einen Bundesligisten, sondern gleichzeitig auch das Derby mit dem 1. FSV Mainz 05 vor sich. Das Fritz-Walter-Stadion ist dabei ein Kandidat für den neuen Zuschauerrekord in einem Erstrunden-Match.

42.000 Fans nötig

Über 38.000 Tickets konnten die Roten Teufel für den bevorstehenden Pokal-Hit gegen den 1. FSV Mainz 05 bisher verkaufen, bis zum Schluss rechnen die Verantwortlichen noch mit über 40.000 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion. Das würde für den Zuschauerrekord der ersten DFB-Pokal-Runde allerdings noch nicht reichen, den hält Germania Windeck aktuell noch mit 41.100 Gästen. Wie das möglich ist: In der ersten Runde des Pokals haben die Mannschaften, die nicht zu den besten 32 der beiden Bundesligen gehören, automatisch Heimrecht. Weil Windeck 2010 auf den deutschen Rekordmeister aus München trafen, verlegten sie das Spiel in die Arena nach Köln.

Der Betzenberg könnte nun also zum neuen Rekord-Spielort werden, wenn sie die Marke der Windecker knacken. Auch der KFC Uerdingen, der in der Merkur Spielarena gegen Borussia Dortmund antritt, hätte mit einem Umfang von 51.500 Plätzen eine Chance auf den Rekord – doch die Krefelder haben nur rund 36.000 Plätze aus der Düsseldorfer Arena angemietet, mehr kann es also nicht werden. Bleibt als einziger Konkurrent noch das städtische Derby zwischen Atlas Delmenhorst und Werder Bremen. Die spielen nämlich im Weser-Stadion, sodass Werder praktisch ein Heimspiel hat und somit 42.000 Zuschauer erwartet werden. Der Betzenberg ist mit 49.850 Plätzen dagegen noch etwas größer.

Hildmann wünscht sich friedliches Derby

Dennoch steht das Sportliche natürlich im Vordergrund, sodass sich FCK-Trainer Sascha Hildmann in der Pressekonferenz vermehrt mit den Personalien beschäftigte: "Es sind ein paar Spieler zurückgekommen, wie zum Beispiel Simon Skarlatidis. Der wird auch im Kader sein." Ob es für einen Startelf-Einsatz beim Neuzugang reicht, konnte Hildmann noch nicht sagen. Dafür gab er aber preis, wie er sich auf das Spiel einstellt: "Ich bin begeistert, das gibt eine große Aufgabe für uns." Hildmann ist sicher, dass die Atmosphäre am Betzenberg "emotional" wird: "Das ist im Derby so. Da will sich die Mannschaft natürlich wehren, sie darf nicht vor Ehrfurcht erstarren."

Die Möglichkeit auf eine Rekordkulisse spielte für Hildmann keine Rolle. Auch nicht, dass in Lautern bereits Gerüchte umgehen, dass Mainzer Ultras ihre Pyrotechnik für das Derby nutzen wollen. "Der Fokus der Mannschaft ist ganz klar auf dem Spiel. Ich hoffe und bitte darum, dass es friedlich bleibt mit gut gelaunten Zuschauern. Was da geplant ist, da habe ich überhaupt keine Ahnung. Aber ich hoffe nicht viel", wünschte sich der Trainer von dem Erstrunden-Match seiner Mannschaft. "Ich will das Ding gewinnen und fertig, wenn es irgendwie klappt", wäre es natürlich die Kirsche auf der Sahnetorte.

   

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