Personalplanungen bei RB Leipzig: Wer bleibt, wer geht?

Die Rasenballsportler stehen vor dem Sprung in die 2. Liga. Entgegen anderer Meinungen wird sich das Team bei einem Aufstieg vermutlich weniger stark verändern als viele denken. liga3-online.de wirft einen Blick auf die verschiedenen Positionen der Roten Bullen und die mögliche Fluktuation im Kader.

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Tor

Fabio Coltorti ist die unumstrittene Nummer eins der Sachsen. Nach einem Innenbandriss hat sich der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter seinen Stammplatz zurückerkämpft. Diesen dürfte er auch in der 2. Liga sicher haben. Stellvertreter Benjamin Bellot ersetzte Coltorti in dessen Verletzungspause erstklassig, kassierte in zehn Spielen lediglich drei Gegentore. Erik Domaschke ist ein solider dritter Torwart. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Abwehr

Niklas Hoheneder und Tim Sebastian sind diese Saison das Herzstück der RBL-Defensive. Beide Akteure haben in ihren vorherigen Stationen (Karlsruhe bzw.  Rostock) bereits Zweitligaerfahrung gesammelt und dürften auch eine Spielklasse höher bei den Roten Bullen gesetzt sein. Fabian Franke ist Innenverteidiger Nr.3 und erste Option, falls einer der Stammkräfte ausfällt. Der gebürtige Leipziger dürfte auch in der 2. Liga zumindest seinen Kaderplatz sicher haben. Tobias Willers kam mit großen Erwartungen aus Lotte nach Leipzig, durchsetzen konnte er sich bisher nicht. Ein Verbleib Willers´ wird vor allem von dessen Zufriedenheit als Ersatzspieler abhängen. Auf den Außenpositionen kamen Anthony Jung und Sebastian Heidinger bereits in der 2. Liga zum Einsatz (Frankfurt bzw. Bielefeld) und werden demnach auch höheren Ansprüchen gerecht. Zudem stehen mit den Winterneuzugängen Mikko Sumusalo und Georg Teigl gute Alternativen bereit. Der Vertrag von Christian Müller läuft am Saisonende aus. Der Rechtsverteidiger hat sich im Wintertrainingslager schwer am Knie verletzt (Luxuation der Kniescheibe, Kreuzbandriss, Innenbandriss und Meniskussschaden) und dürfte froh sein, wenn er wieder beschwerdefrei Laufen kann.

 

Mittelfeld

Im Mittelfeld dürften Dominik Kaiser und Diego Demme auch eine Spielklasse höher die besten Chancen auf einen Stammplatz haben. Beide Akteure gehören in der aktuellen Saison zu den Säulen der Zorniger-Elf und haben ebenfalls schon Bundesligaluft (in Hoffenheim bzw. Paderborn) geschnuppert. Joshua Kimmich hat in Leipzig den Sprung vom Junioren- zum Männerfußball eindrucksvoll bewältigt. Die Entwicklung des Fritz-Walter-Medaillen-Gewinners ist bei weitem noch nicht abgeschlossen und so wird er in Liga 2 den nächsten Schritt machen. Auch Clemens Fandrich hat in Cottbus schon zweite Liga gespielt, wird sich von den derzeitigen Stammspielern im Mittelfeld aber am meisten strecken müssen, um auch eine Klasse höher Einsatzzeit zu bekommen. Henrik Ernst laboriert derzeit an einem Kreuzbandriss. Aber auch nach der Genesung dürfte er über den Status des Ergänzungsspielers nicht heraus kommen. Der Vertrag von Timo Röttger läuft im Sommer aus und wird vermutlich nicht verlängert werden.

Angriff

In der aktuellen Spielzeit sind Kapitän Daniel Frahn und Yussuf Poulsen gesetzt, danach kommt lange nichts. Während Denis Thomalla und Matthias Morys in der 3. Liga an ihre Grenzen zu stoßen scheinen, ist die derzeitige Spielklasse für André Luge wohl schon eine Nummer zu groß. Der ehemalige Zwickauer stand häufig nicht einmal im Spieltagskader von Zorniger. Der im Winter verpflichtete Federico Palacios spielte in der Rückrunde nur eine untergeordnete Rolle, wurde von Leipzigs Trainer aber ohnehin als „Perspektivtransfer“ bezeichnet.

Fazit:  Am Saisonende laufen lediglich zwei Verträge aus. Der Kontrakt von Röttger wird vermutlich nicht verlängert, bei Müller erlaubt der Gesundheitszustand keinen Profifußball mehr. Um sich bei einem Aufstieg zu verstärken, muss RB Leipzig also Spieler verleihen oder Abfindungen zahlen, wenn der Kader nicht großartig aufgebläht werden soll. Während es auf der Torhüterposition keine Veränderungen geben wird, dürfte ein Neuzugang im Abwehrverbund vor allem von Willers´ Verbleib abhängen. Im Mittelfeld wird der Kaderplatz von Röttger neu vergeben. Zudem dürften sich Fandrich und Ernst mit einer Neuverpflichtung um eine Position im Team streiten. Der größte Umbruch bei den Sachsen steht ohne Frage im Angriff bevor. Es gilt als sicher, dass für die Offensive drei bis vier neue Spieler verpflichtet werden.

FOTO: GEPA Pictures

   

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