Paderborn und Magdeburg feiern den Aufstieg

Es ist vollbracht. Nach dem 35. Spieltag stehen mit dem 1. FC Magdeburg und dem SC Paderborn die ersten beiden Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Während der Europapokalsieger von 1974 im dritten Anlauf endlich den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte, hat auch der Leidensweg der Ostwestfalen nach drei schweren Jahren endlich ein Ende.

Magdeburg ist nach zwei vierten Plätzen in der 2. Bundesliga angekommen

Die besten Zeiten des 1. FC Magdeburg liegen eigentlich schon weit zurück. In den 1970er Jahren holte der Verein aus Sachsen-Anhalt dreimal die Ostdeutsche-Meisterschaft und wurde zudem Europapokal der Pokalsieger im Jahr 1974 – als einziger Verein der damaligen DDR. Nach der Wende verpassten die Blau-Weißen allerdings den Sprung in den Profifußball und verbrachten lange Zeit in den unterklassigen Ligen, bis 2015 endlich der Aufstieg in die 3. Liga gelang und eine große Euphorie im und um den Verein herum auslöste.

Davon angetrieben, wäre es für den 1. FCM schon in den beiden vergangenen Jahren fast noch weiter hoch in die 2. Bundesliga gegangen, doch zweimal musste sich das Team von Trainer Jens Härtel am Ende mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben und verpasste den Aufstieg letztlich nur hauchdünn. In der Saison 2016/17 sah es am letzten Spieltag sogar lange so aus, als könne es Magdeburg durch ein 2:0 gegen Lotte noch in die Relegation schaffen, doch schließlich gelang dem Konkurrenten aus Regensburg per Elfmeter in der 83. Minute der entscheidende Siegtreffer zum 1:0 in Münster. In der laufenden Spielzeit ließ sich der 1. FCM aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, selbst eine kleine Schwächephase von drei Spielen ohne Sieg nach der Winterpause brachte die Mannschaft nicht ins Stolpern. Und so wird in Magdeburg nach den tollen 70ern wieder an einer neuen glorreichen Zeit gebastelt, ab der kommenden Saison geht die Geschichte in der 2. Liga weiter, wo sie erstmals in ihrer Vereinsgeschichte vertreten sein werden.

Die schweren Jahre sind vorbei: Paderborn überlegen und mit Torrekord zum Aufstieg

Ganz anders schaut der Blick zurück beim SC Paderborn aus. Denn eigentlich hätte die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart in dieser Saison gar nicht mehr in der 3. Liga antreten dürfen, schließlich landete man im Vorjahr auf dem 18. Platz und damit unter dem Strich. Doch die nicht erteilte Drittliga-Lizenz für Zweitliga-Absteiger 1860 München sorgte dafür, dass die Ostwestfalen doch noch in der Liga bleiben durften und somit dem dritten Abstieg in Folge entgingen. Denn auch das ist Teil der Paderborner Geschichte in der jüngsten Vergangenheit, noch zwei Jahre zuvor kickte der SCP in der Bundesliga, bevor es rapide bergab ging.

Baumgart schaffte es nun in dieser Spielzeit, den Abwärtstrend zu stoppen und die Paderborner zumindest zurück in die 2. Bundesliga zu führen. Und das in beeindruckender Art und Weise. Seit dem vierten Spieltag steht der SCP auf einem direkten Aufstiegsplatz und hat mit nun 83 eigenen Treffern bereits den Drittliga-Torrekord von Eintracht Braunschweig aus der Saison 2010/2011 (81 Tore) geknackt. Dabei stellte Baumgart seinen Kader vor der Spielzeit hauptsächlich aus Regionalliga-erfahrenen Spielern zusammen und bewies damit offensichtlich ein glückliches Händchen, das er in diesem Sommer nun auch im Hinblick auf die kommende Saison in der 2. Bundesliga wird gebrauchen können.

   
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