Paderborn baut Druck auf – Zwickau kommt nach 0:2 zurück

Zum Auftakt des 31. Spieltages sah der VfR Aalen dank zwei früher Tore von Lucas Schnellbacher gegen Zwickau schon wie der sichere Sieger aus, doch Daniel Gremsl und Fabian Schnabel sorgten mit ihren Treffern spät noch für ein 2:2. Der SC Paderborn tat sich gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen lange Zeit sehr schwer. Erst eine starke zweite Hälfte mit Treffern durch Philipp Klement und Christopher Antwi-Adjej sicherte dem Tabellenführer schließlich den Erfolg in der Hansestadt.

Bremen II 0:2 Paderborn: SCP baut Druck auf

Mit einer 1:7-Klatsche hatte Werder Bremen in der Hinrunde den Rückweg aus Paderborn in die Hansestadt antreten müssen, entsprechend vorsichtig und um Spielkontrolle bemüht ging die Mannschaft von Sven Hübscher in das Rückspiel auf Platz 11. Und da auch Paderborn große Mühe im Spiel nach vorne hatte, dauerte es bis zur 34. Minute, bis die Fans durch einen Freistoß des SCP zumindest mal einen Ansatz von Torgefahr zu sehen bekamen. Doch Sven Michel zielte aus guter Position deutlich zu hoch und verfehlte den Kasten damit um ein ganzes Stück. Danach ging es dann ohne weitere nennenswerte Aktionen in die Pause.

Mit Wiederanpfiff war dann sofort zu spüren, dass sich Paderborn nicht mit einem Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten zufrieden geben wollte. Anscheinend hatte Trainer Steffen Baumgart in der Kabine die richtigen Worte gefunden und so spielte sein Team plötzlich viel offensiver und belohnte sich nach 58 Minuten mit der Führung. Bremens Defensive klärte eine flache Hereingabe von Christopher Antwi-Adjej unzureichend in die Füße von Philipp Klement, der sich aus 18 Metern ein Herz fasste und den Ball zum 1:0 in den Maschen unterbrachte (58.). Der Knoten war geplatzt und es dauerte nur vier Minuten, bis Paderborn nachsetzte. Wieder kam Antwi-Adjej über die linke Seite, zog dieses Mal aber selber in die Mitte und traff mit einem strammen Schuss in die kurze Ecke zur Zwei-Tore-Führung seines Teams (62.). Danach war das Spiel entschieden, Bremen war das fehlende Selbstvertrauen nach 26 Spielen ohne Sieg deutlich anzumerken und Paderborn war jetzt drin im Spiel. Nach 76 Minuten hätte Phillip Tietz gar das 3:0 nachlegen müssen, erwischte einen Aufsetzer wenige Meter vor dem Tor aber nicht richtig und jagte den Ball in die Wolken. Zolinski (83.) und Ritter (90.) hatten weitere Chancen, am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Sieg.

Durch den Auswärtserfolg baut der SC Paderborn den Vorsprung auf den 1. FC Magdeburg zumindest bis Sonntag auf sechs Punkte aus und kommt dem Ziel Aufstieg immer näher. Der Gastgeber hingegen muss sich nach dem 27. Spieltag ohne Sieg und als Vorletzter wohl endgültig mit der Regionalliga befassen. Am Samstag könnte Werder sogar noch auf den letzten Platz abrutschen.

Zwickau 2:2 Aalen: FSV kommt spät zurück

Mit einem echten Blitzstart begann die Begegnung zwischen dem FSV Zwickau und dem VfR Aalen, wobei Lucas Schnellbacher seinem Namen alle Ehre machte. Gerade einmal zehn Sekunden waren gespielt, da tauchte der 23-jährige Stürmer nach einem langen Ball frei vor Zwickaus Torhüter Johannes Brinkies auf und traf in die lange Ecke zur 1:0-Gästeführung (1.). Die Schwäne hatten bis hierhin noch nicht einmal eine Ballberührung für sich verbuchen können, warfen anschließend aber sofort alles nach vorne, um möglichst schnell zurück ins Spiel zu kommen. Doch das sollte gehörig nach hinten losgehen. Linksverteidiger Patrick Schorr mit einem langen Schlag in die gegnerische Hälfte, ein Stellungsfehler von Nico Antonitsch, und wieder war Schnellbacher zur Stelle und erhöhte auf 2:0 für den VfR (9.). Anschließend beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz etwas, wobei Zwickau nun Feldvorteile hatte und nach rund einer halben Stunde zur ersten hochkarätigen Chance auf den Anschlusstreffer kam. Doch Daniel Bernhardt parierte nach einer scharfen Hereingabe stark gegen Ronny König (30.) und zeigte kurz darauf auch bei einem Kopfball von Fabian Eisele (38.) noch einmal sein ganzes Können.

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnittes war Zwickau um den Anschluss bemüht. Aalen aber blieb durch Konter gefährlich und Lucas Lämmel köpfte nach einem schnellen Gegenstoß nur knapp am Zwickauer Tor vorbei (50.). Insgesamt nahm das Spielniveau aber ab, weitere große Chancen blieben Mangelware, vor allem weil die Sachsen mit fortlaufender Spieldauer immer häufiger auf lange Bälle setzten, dabei aber zu ungenau agierten. Somit sah zunächst alles nach einem Sieg der Gäste aus, bis Daniel Gremsl in der 80. Minute doch noch für Jubel unter den Heimfans sorgte und mit einem Treffer aus kurzer Distanz wieder für Hoffnung sorgte. Und die sollte nicht vergebens sein: Zunächst machte Ronny König einen Ball im gegnerischen Strafraum fest, dann sprang der Ball zu Fabian Schnabel, der aus der Drehung für das zweite Jokertor der Hausherren und für große Freude unter den Fans sorgte – 2:2 (86.).

Nach dem Unentschieden bleibt Zwickau weiterhin 14., hat aber wenigstens über Nacht mit 36 Punkten genau so viele Zähler eingefahren, wie die besser platzierte Konkurrenz aus Halle und Münster. Der VfR Aalen festigt Rang acht und hat nun 44 Punkte auf der Haben-Seite.

   
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