Over and out: So lief der Aufstiegskampf

Nachdem liga3-online.de schon in den vergangenen Wochen regelmäßig über den spannenden Fünfkampf an der Tabellenspitze berichtet hatte, wollen wir am Ende der Saison noch einmal einen Blick auf die letzten sechs Spieltage werfen, um festzustellen, wer in dieser Zeit die beste Figur gemacht hat. Karlsruhe konnte am Ende die Meisterschaft feiern, Bielefeld steigt als zweiter auf und der VfL Osnabrück spielt in der Relegation gegen Dynamo Dresden. Der 1. FC Heidenheim hat die Aufstiegschance leichtfertig verspielt und bei Münster lief schon einige Wochen vor dem Finale kaum noch etwas zusammen.

Karlsruher SC

32. Spieltag: Platz 1 – Bilanz: 13 Punkte (4 Siege – 1 Unentschieden – 1 Niederlage)

Beim KSC fällt einem in dieser Saison – sieht man sie seit dem 8. Spieltag – absolut kein Kritikpunkt mehr ein. Vom 8. bis zum 38. Spieltag sammelte der KSC unfassbare 72 Punkte. Auch in den vergangenen Spieltagen des Saisonfinales ließen sich die Badener nicht aus der Ruhe bringen. Selbst die Niederlage beim Favoritenschreck aus Münster brachte sie keinesfalls aus der Ruhe. Dabei konnte man sich auf die brutal starke Offensive um Hakan Calhanoglu und Koen van der Biezen verlassen. Lediglich im letzten Heimspiel gegen Hansa Rostock wirkten die Karlsruher verkrampft und das 1:1 durch Dennis Kempe war wie eine Erlösung. Fazit: Der KSC hat die beste Bilanz der Top 5 aus dem Finale. Ein absolut hochverdienter Aufsteiger!

DSC Arminia Bielefeld

32. Spieltag: Platz 2 – Bilanz: 12 Punkte (4 Siege – 0 Unentschieden – 2 Niederlagen)

Arminia Bielefeld ist in dieser Saison sicherlich nicht die spielerisch beste Mannschaft gewesen. Aber wie Trainer Stefan Krämer schon sagte, hat der DSC eine Truppe zusammengestellt, die einen Kampfgeist und Zusammenhalt an den Tag legt, der in Deutschland seines Gleichen sucht. Diese Mannschaft ist nicht klein zu bekommen. Kein Team holte mehr Punkte nach Rückstand als die Ostwestfalen (insgesamt 18). Gerade das Spiel beim 1. FC Heidenheim, dass sehr unglücklich mit 0:3 verloren ging, scheint die Arminen mit neuen Kräften versehen zu haben. Es folgten drei Siege in Serie, und das ohne Torjäger Fabian Klos. Das 0:1 bei Wacker Burghausen scheint der Rotation geschuldet zu sein. Fazit: Rückschläge scheint diese Mannschaft nicht zu kennen und das spiegelt sich auch in der Tabelle wieder. An den KSC kommt dieses Jahr keiner ran, doch zurecht auf Platz 2 folgt der DSC.

VfL Osnabrück

32. Spieltag: Platz 3 – Bilanz: 13 Punkte (4 Siege – 1 Unentschieden – 1 Niederlage)

Der VfL Osnabrück, oder scheinbar auch VfL Wahnsinn, hat in dieser Saison sowohl Gipfel gestürmt, als auch tiefste Täler gesehen. Beinahe hätte man in der Rückrunde sogar noch die überragende Hinserie verspielt. Das 2:2 gegen die Heidenheimer in letzter Minute schien den Niedersachsen zunächst einen Knacks gegeben zu haben. Doch dem war nicht so. Nach drei Siegen folgte das Endspiel auf der Alm. Osnabrück verlor das Spiel und zudem auch ihren Trainer Wollitz. Und wieder stand man auf, fertigte die bedauernswerte Alemannia aus Aachen ab und darf, dank des Punktgewinns von Kickers Offenbach beim 1. FC Heidenheim, nun doch noch in der Relegation gegen Dynamo Dresden um den Aufstieg kämpfen. Fazit: Es schien beinahe, als sei der VfL aus dem Aufstiegskampf gerutscht. Nach 40 Punkten aus 19 Spielen ist Platz 3 beinahe enttäuschend, nach dieser Rückrunde aber noch immer ein Erfolg.

SC Preußen Münster

32. Spieltag: Platz 4 – Bilanz: 10 Punkte (3 Siege – 1 Unentschieden – 2 Niederlagen)

Preußen Münster hat es vergeigt! Man kommt nicht umhin, das so zu umschreiben. Die Münsteraner hatten vor dem Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt eine überragende Ausgangsposition. Ein vermeintlich leichtes Restprogramm, Platz 2, den KSC geschlagen und zu Hause ein Macht. Doch was folgte war pure Ernüchterung. Ein Punkt aus den Partien gegen RWE, die Stuttgarter Kickers und Unterhaching waren einfach zu wenig. Selbst das 4:1 gegen die absteigenden Babelsberger konnte das nicht reparieren. Daher ist es auch nur ein geringer Trost, dass zumindest die Qualifikation für den DFB-Pokal durch die Liga noch erreicht wurde. Fazit: In den Topspielen eine Macht, zeigte man gegen die "kleineren" Teams der Liga einfach zu große Schwächen. Platz 4 dürfte nach der tollen Saison für die Fans daher dennoch eine Enttäuschung sein.

1. FC Heidenheim

32. Spieltag: Platz 5 – Bilanz: 12 Punkte (3 Siege – 3 Unentschieden – 0 Niederlagen)

Der FC Unaufsteigbar; jedes Jahr aufs Neue versuchen sich die Jungs von Trainer Frank Schmidt am Aufstieg und jedes Jahr scheitern sie denkbar knapp. Man hatte man es selbst in der Hand den Relegationsplatz zu erreichen. Doch im entscheidenden Spiel waren die Beine der Heidenheimer mit Blei gefüllt. Man kam nicht über ein 0:0 hinaus und musste das Jahr wieder auf Platz 5 beenden. Da nützt auch die zweitbeste Rückrundenleistung der Liga nichts. Die Torfabrik der Liga wirkte in Big-Point spielen gegen Halle und Offenbach wie gelähmt. Fazit: Und täglich grüßt das Murmeltier in Heidenheim. Zu verkrampft um aufzusteigen und zu gut für den Rest der Liga ab Platz 6. Jedes Jahr dieselbe Geschichte. Der FCH ist unaufsteigbar!.

Ist es Zufall, dass die Abschlusstabelle der 3. Liga genau dieselbe ist wie die vom 32. Spieltag? Nach dem Wahnsinn der vergangenen Spieltage ist das wohl eher zufällig. Alle fünf Mannschaften hätten aufsteigen können. Alle standen mindestens einmal auf einem der ersten drei Plätze. Bunt durchmischt sortierten sie sich am Ende der Saison dann wieder so, wie sie schon vor sieben Wochen standen. Ein äußerst spannendes Finish hat damit sein Ende gefunden!

 

FOTOFU Sportfotografie

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